Amazon dominiert den Onlinehandel bereits seit Jahren; mehr als 300 Millionen Menschen verfügen über ein aktives Konto bei dem E-Commerce-Riesen. Das macht die Kundinnen und Kunden allerdings auch zu einer attraktiven Zielgruppe für Kriminelle. So wird aktuell unter anderem von der Verbraucherzentrale vor einer neuen Abzocke gewarnt, dass sich zwar an vorhandenen Betrugsmaschen orientiert, dabei aber besonders perfide vorgeht. Betroffene erhalten dabei eine E-Mail im Namen von Amazon, die offenbar täuschend echt aussieht.
Es wird nicht nur mit dem Logo von Amazon gearbeitet, sondern auch der optische Stil des Unternehmens imitieret. Bereits in der Betreffzeile wird zudem mit einer angeblichen Rückerstattung gelockt. Ein Teil der Masche ist, dass dabei eine konkrete, etwas ungerade Summe genannt wird; das wirkt auf den ersten Blick seriöser. Offenbar ist dabei die Rede von 129,89 Euro, weshalb die Abzocke auch „130-Euro-Masche“ genannt wird.

Woran man die gefälschte Amazon-Mail zur Rückerstattung erkennen kann
Um das Geld tatsächlich zu bekommen, sollen die Opfer nur noch ihre Zahlungsinformationen bestätigen. Dafür sollen die Empfängerinnen und Empfänger über einen Button, der mit „Rückerstattung jetzt erhalten“ beschriftet ist, entsprechende Daten bestätigen; das soll „eine schnelle und sichere Auszahlung“ gewährleisten. Das Vorgehen gleicht typischen Phishing-Maschen, die die Daten der Opfer „abfischen“ wollen, ist dabei aber vergleichsweise gut gemacht. Drei Details verraten allerdings den Betrug.
Zum einen gibt es einen minimalen grammatischen Fehler, der sich direkt im Kasten mit der Rückerstattungssumme versteckt. Eine fehlende persönliche Anrede sollte darüber hinaus auch immer skeptisch machen. Zum anderen sollte man immer hellhörig werden, wenn eine knappe Frist gesetzt und somit Druck aufgebaut wird. Im von der Verbraucherzentrale gezeigten Beispiel wird eine Frist von zwei Tagen direkt unter dem „Rückerstattungsbutton“ genannt. Betroffenen Amazon-Kundinnen und -Kunden wird empfohlen, die Nachricht einfach zu ignorieren und in den Spam-Ordner zu verschieben.
