„The Witcher 3“: Wie der Remaster eines 11 Jahre alten Spiels Rekorde brechen kann

Seit gestern kann man die Remaster-Version von „The Witcher 3“ spielen – einem Spiel, das im Jahr 2015 veröffentlicht wurde. Bereits in den ersten Stunden konnten dabei mehrere Rekorde aufgestellt werden. Woher kommt der Hype?
„The Witcher 3“: Wie der Remaster eines 11 Jahre alten Spiels Rekorde brechen kann
CD Projekt Red

Im Jahr 2015 veröffentlichte das polnische Studio CD Projekt Red mit „The Witcher 3: Wild Hunt“ eines der erfolgreichsten und am besten bewerteten Videospiele aller Zeiten. Im Jahr 2026, am gestrigen 29. September, ist nun ein Remaster des Titels erschienen, der schon im Vorfeld bei seiner Ankündigung auf der Gamescom für einigen Wirbel gesorgt hatte.

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Denn im Gegensatz zu anderen Studios hat CD Projekt überraschend angekündigt, seinen Remaster allen kostenlos zur Verfügung zu stellen, die das Spiel bereits besitzen. Zusätzlich bekommen alle, die bisher „nur“ die Basis-Version besaßen, die beiden bisherigen Erweiterungen – „Hearts of Stone“ (2015) und „Blood and Wine“ (2016) – ebenfalls gratis dazu.

Im Netz wird das Studio seitdem für diese clevere Marketing-Strategie gefeiert, die vor allem ein Ziel haben dürfte: Den für 2027 angekündigten neuen DLC „Songs of the Past“ bestmöglich zu positionieren. Denn trotz der Beliebtheit ist „The Witcher 3“ immer noch ein elf Jahre altes Spiel. Dass damit trotzdem noch ein richtiger Hype entstehen kann, zeigt nun der Remaster, der schon mehrere Bestwerte aufstellen konnte.

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Neue Rekorde für „The Witcher 3: Wild Hunt“

Wie jetzt bekannt wurde, scheint dieses Marketing – zumindest im ersten Schritt – für CD Projekt voll aufzugehen. Direkt zum Start konnte ein Spielerrekord auf Steam aufgestellt werden, als knapp 121.000 Personen gleichzeitig auf das Spiel zugriffen. Nicht einmal zum Start des auch damals heißersehnten Rollenspiels war die Nachfrage so groß.

Dazu kommen neue Bestwerte bei den Bewertungen. Schaut man auf renommierte Bewertungsplattformen wie Metacritic, dann zeigt sich, dass der Remaster mit einer Bewertung von 94 (für PC) die Originalwertung von 92 (wohlgemerkt für alle Plattformen) überbieten konnte. Zum jetzigen Zeitpunkt hat noch kein Medium eine schlechtere Wertung als 90 abgegeben.

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Es gibt allerdings auch ein paar negative Berichte aus der Nutzerschaft, die sich vor allem auf die Performance in bestimmten Situationen beziehen. Hier könnte das Studio theoretisch noch per Patch reagieren. Für Diskussionen sorgt zudem die deutlich aufgehellte Nachtbeleuchtung der neuen Version.

Diese grafischen Neuerungen bietet die Remaster-Version

2022 hat CD Projekt bereits ein Next-Gen-Update für „The Witcher 3“ herausgebracht und dabei unter anderem die Grafik ein wenig verbessert und eine neue Quest implementiert. Der Remaster wird nun um einiges umfangreicher und legt in Sachen Grafik und Performance auch die Grundlage für das 2027 erscheinende „Songs of the Past“. So wird die Grafik des 2015 erschienen Spiels signifikant verbessert. Hier sind einige der wichtigsten Neuerungen in diesem Bereich:

  • verbessertes Schattierungsmodell 
  • leistungsstärkeres Raytracing (teilweise sogar Pathtracing)
  • neue Grafikeffekte für Fähigkeiten sowie verbesserte visuelle Effekte für die Hexer-Zeichen
  • natives DirectX 12-Rendering und Multithreading für bessere Performance und Grafik
  • Verbesserung bei Farben, Beleuchtung, Kontrast und Details
  • hochwertigere Bewegungsunschärfe
  • neue Image-Based-Lighting-Technologie (IBL) für eine verbesserte Umgebungsbeleuchtung und realistischere Reflexionen

Auch das Gameplay von „The Witcher 3“ wurde überarbeitet

Darüber hinaus hat das Studio zudem einige grundlegende Mechaniken des Spiels überarbeitet. So bietet der Remaster von „The Witcher 3: Wild Hunt“ unter anderem ein überarbeitetes Fähigkeitensystem oder die Möglichkeit, Rüstungen optisch anzupassen – ein viel gewünschtes Feature. Das sind die wichtigsten Neuerungen:

  • überarbeiteter und besser ausbalancierter Fähigkeitenbaum und ein verbessertes Fähigkeitensystem
  • Ausrüstung an bestimmten Stellen umschmieden und ihr Aussehen ändern
  • Kampfverhalten vieler Monster wurde verfeinert
  • angepasste Pferdesteuerung
  • optimierte Bewegungsanimationen von Geralt
  • neue Finalhiebe- und Untätigkeitsanimatonen für Geralt
  • allgemein flüssigeres Gameplay
  • Zeitraffer statt UI-Bildschirm bei Meditation
  • neue Kartenmarkierungen und die maximale Anzahl wurde erhöht
  • manuelle Anpassungen der Mini-Map möglich
  • aktualisierter und aufgewerteter Fotomodus

Eine Besonderheit ist in diesem Kontext noch erwähnenswert: Viele der aufgezählten neuen Features können Spielerinnen und Spieler nutzen, müssen es aber nicht. Ein prominentes Beispiel dafür ist Geralts Pferd Plötze, das im Originalspiel an vielen Stellen etwas schwerfällig und zum Teil sogar verbuggt ist. Um diese Bugs ist ein regelrechter Kult entstanden. Wer also nicht auf diese originäre Spielerfahrung verzichten möchte, kann die Funktion einfach deaktivieren.

Alle Informationen zum Remaster von „The Witcher 3: Wild Hunt“

  • Titel: „The Witcher 3: Wild Hunt“
  • Release: 29. September 2026
  • Genre: Open World, Rollenspiel, Action Adventure, Singleplayer
  • Plattformen zum Release: PC, PS5, Xbox Series X, Nintendo Switch 2
  • Entwickler: CD Projekt Red
  • Preis: kostenlos für alle, die das Spiel bereits besitzen (Basis-Game von „The Witcher 3: Wild Hunt“ kostet aktuell im Schnitt etwa 30 Euro)