Im Vergleich der Konsolen punktet Nintendo oft vor allem mit dem Preis. Dabei ist die beliebte hybride Switch-Konsole – genauso wie der Nachfolger, die Switch 2 – keine Ausnahme. Zwar kann die Hardware in Sachen Leistung nicht mit der PlayStation 5 oder der Xbox Series mithalten. Dafür ist sie deutlich günstiger und bietet, mit Ausnahme des Lite-Modells, sowohl einen Handheld- als auch einen stationären Modus.
Diesem Konzept hat es Nintendo zu verdanken, dass die Switch mit Blick auf die weltweiten Gesamtverkäufe nur noch ganz knapp hinter dem Spitzenreiter (PlayStation 2) auf Platz 2 liegt und somit zu den erfolgreichsten Konsolen aller Zeiten gehört. Davon ist die 2025 erschienene Nintendo Switch 2 noch ein ganzes Stück entfernt. Nintendo meldete gerade allerdings den wichtigen Meilenstein von 20 Millionen verkauften Einheiten. Die schlechte Nachricht: Im gleichen Zug verkündete der Anbieter eine Preiserhöhung.
Die neuen Preise für die Nintendo Switch 2 in der Übersicht
Ab dem 1. September 2026 müssen Kundinnen und Kunden tiefer in die Tasche greifen, wenn sie eine Nintendo Switch 2 kaufen möchten. Alle Märkte sind von der Preiserhöhung betroffen, die allerdings jeweils individuell ausfällt. Diese Preise gelten in Zukunft für die Konsole:
- Europa: 500 Euro (vorher 470 Euro)
- USA: 500 Dollar (vorher 450 Dollar)
- Kanada: 680 Dollar (vorher 630 Dollar)
- Japan: 60.000 Yen (vorher 50.000 Yen)
Das bedeutet ein Plus von gut 6 Prozent (in Europa) bis fast 20 Prozent (in Japan). Den heimischen Markt des japanischen Unternehmens trifft es generell hart. Nicht nur, dass die Preise dort am meisten steigen.
Die Preiserhöhung greift auch schon früher, nämlich ab dem 25. Mai 2026. Zudem werden in der asiatischen Nation auch ältere Switch-Modelle teurer, genauso wie der Abo-Dienst Nintendo Switch Online. Für den europäischen Markt ist das hingegen nicht vorgesehen.

Was steckt hinter der Preiserhöhung bei Nintendo?
Offiziell nennt Nintendo keine detaillierten Gründe für die Preisanpassungen. In der Mitteilung ist lediglich von „veränderten Marktbedingungen“ und „globalen Geschäftsaussichten“ die Rede. Hinter diesen Formulierungen stecken allerdings recht sicher die allgemein angespannte Lage auf dem Markt und die anhaltende Speicherknappheit.
Trotz dieser Umstände kann Nintendo allerdings zufrieden auf das zurückliegende Geschäftsjahr blicken. Der Umsatz verdoppelte sich auf etwa 13,5 Milliarden Euro, der Gewinn stieg auf 2,5 Milliarden Euro, was ein Plus von mehr als 50 Prozent bedeutet und sicherlich auch etwas mit dem Release der Switch 2 zu tun hat. Zudem winkt dem Unternehmen eine Rückzahlung der US-amerikanischen Zölle, die vom Supreme Court für rechtswidrig erklärt wurden und die auch Nintendo betroffen haben.

