Ob „Minecraft“, „Arcane“, „Pokémon“, „Gran Turismo“, „Fallout“ oder „The Last of Us“ – Videospielverfilmungen haben sich längst sowohl im Film- als auch im Serienbereich etabliert. Auch Netflix mischt dabei ordentlich mit. Nicht nur, dass der Streaming-Riese eine Live-Action-Serie zu „Assassin's Creed“ plant.
Wie das Branchenmagazin „Variety“ nun berichtet, hat sich Netflix eine weitere große Spielereihe geschnappt: „Persona“. Die erfolgreiche JRPG-Reihe existiert schon seit 1996 und hat bereits mehrere Anime-Adaptionen. Nun ist allerdings ein Live-Action-Format geplant.
Netflix holt namhafte Unterstützung für sein „Persona“-Projekt
Für seine neue Videospiel-Adaption arbeitet Netflix mit einigen großen Namen zusammen. So soll etwa Shawn Levy maßgeblich an dem Projekt beteiligt sein. Der gebürtige Kanadier führte bereits bei zahlreichen Produktionen Regie, darunter auch erfolgreiche Netflix-Hits wie „Stranger Things“ oder „The Adam Project“. Weitere bekannte Filme sind beispielsweise „Deadpool & Wolverine“ oder auch „Nachts im Museum 2“.
Gemeinsam mit Robert Atwood von der TV-Produktionsfirma 21 Laps übernimmt Levy nun die Produktion der geplanten „Persona“-Serie. Das Drehbuch soll wiederum von Christopher Monfette kommen, der unter anderem für „Star Trek: Picard“ bekannt ist. Monfette soll zudem als Showrunner fungieren.

Darum könnte es in der Netflix-Adaption von „Persona“ gehen
Da es noch kein fertiges Drehbuch oder Ähnliches gibt, ist die Handlung der geplanten Serie noch nicht bekannt. Stoff gibt es allerdings dank der zugrunde liegenden Videospiele genug. Besonderes Potenzial liegt hier in der Mischung aus Oberschulalltag und Kampfszenen mit den sogenannten „Personas“ der Schülerinnen und Schüler.
Dabei handelt es sich um mächtige Manifestationen der Psyche, die im Kampf gegen Dämonen und andere Gegner beschworen werden können. Diese basieren oft auf Figuren aus der Mythologie oder der Popkultur. Sehr wahrscheinlich wird sich die Serie an dieses Grundkonzept halten und darauf aufbauend eigene Konflikte und Handlungsstränge entwickeln.
Fans diskutieren jetzt schon über das Projekt
Die Reaktionen auf die Ankündigung fallen sehr gespalten aus. Während viele vor allem in dem Serienformat Potenzial sehen, äußern andere konkrete Bedenken bezüglich einer Umsetzung durch Netflix. Einige erinnern etwa an die recht unbeliebte Adaption des Mangas „Death Note“. Dagegen setzen wiederum andere die allgemein als gelungen geltende Live-Action-Serie „One Piece“.
Ein Fan des Originals schreibt: „Ich hoffe nur, dass sie nicht zu sehr vom Original abweichen und westliche Sichtweisen aufzwingen. Es ist eine japanische Serie. Sie müssen nur darauf achten, dass sie nicht zu sehr verwestlicht wird.“ Andere hoffen hingegen, dass Netflix die Vorlage zwar respektvoll behandelt, aber dennoch seinen eigenen Weg findet, anstatt einfach eine 1-zu-1-Adaption daraus zu machen.

