„Grand Theft Auto VI“ – kurz „GTA 6“ – ist das am meisten erwartete Videospiel des Jahres. Vergangene Woche sind die Vorbestellungen gestartet. Dabei sind eine Menge neuer Details über das Spiel bekannt geworden. So steht nun endlich fest, dass die Standard-Version von „GTA 6“ 79,99 Euro kosten wird, während die Ultimate Edition bei 99,99 Euro liegt.
Damit bestätigen sich einige Befürchtungen rund um den Preis nicht. Zwischenzeitlich waren Bedenken laut geworden, dass das Spiel sogar um die 120 Euro kosten würde, nachdem die Entwicklungskosten immer weiter in die Höhe geschnellt waren. Allerdings sind die Sorgen der Spielerinnen und Spieler in einigen Ländern offenbar berechtigt, dass sie den kommenden AAA-Titel überhaupt nicht spielen können.
Acht Länder von potenziellem „GTA 6“-Verbot betroffen
Das geht zumindest aus dem FAQ-Bereich auf der „GTA 6“-Seite im PlayStation Store hervor. Dort geht es unter anderem um die Frage, wie man im Rahmen der Vorbestellung einen Monat kostenlos auf GTA+ zugreifen kann. Diesen Bonus können sich alle Vorbestellerinnen und Vorbesteller sichern – es sei denn, sie kommen aus diesen acht Ländern:
- Bahrain
- China
- Katar
- Kuwait
- Libanon
- Oman
- Russland
- Taiwan
Offiziell ist noch nicht bestätigt, dass damit auch ein generelles Verkaufsverbot von „GTA 6“ für diese Länder besteht, es ist allerdings wahrscheinlich. Laut „TechPowerUp“ ist es nämlich mindestens in Teilen dieser Regionen nicht möglich, die Vorbestellung des Spiels überhaupt auszuwählen.

Einige Länder haben strikte Auflagen für Videospiele
Gänzlich überraschend würde ein „GTA 6“-Verbot für die gelisteten Länder nicht kommen. Gegen Russland laufen etwa noch zahlreiche Sanktionen aufgrund des Angriffskriegs in der Ukraine. In einigen der gelisteten Golfstaaten gibt es zudem ohnehin bereits Sperren gegen die Spiele der „Grand Theft Auto“-Reihe. Das liegt vor allem an der Darstellung nicht jugendfreier Inhalte sowie von Alkohol- und Drogenkonsum innerhalb des Spiels.
Das dürfte auch für ein eventuelles „GTA 6“-Verbot in China sorgen, wo Videospiele ohnehin einer starken Reglementierung und teilweise einer Zensur unterliegen. Überraschend ist jedoch, dass das deutlich liberalere Taiwan ebenfalls auf der Liste steht.
Es kommt wohl keine physische Ausgabe von „GTA 6“
In der Vergangenheit war es Spielerinnen und Spielern teilweise möglich, eventuelle Verbote zu umgehen, indem sie auf physische Datenträger zurückgegriffen haben. Das könnte bei „GTA 6“ allerdings schwierig werden. Denn offenbar plant Rockstar Games nur einen digitalen Release und auch für eine – noch nicht offiziell bestätigte – Collector's Edition wird es wohl nur einen beigelegten Download-Code geben.
Dieser Digital-Zwang findet in der Videospiel-Branche zunehmend Verbreitung, da er den Weiterverkauf von Spielen unterbindet. Das hat allerdings eben zum einen zur Folge, dass es in Ländern, in denen „GTA 6“ gesperrt ist, wirklich schwierig wird, den Titel zu spielen. Zum anderen ist das ein herber Dämpfer für Sammlerinnen und Sammler.

