Die Sommerferien stehen vor der Tür und auch die Arbeitnehmer in Deutschland fahren in den Süden. Doch das Reisen hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Das liegt nicht nur an den geopolitischen Spannungen, auch die Inflation spielt hier eine tragende Rolle. Denn Unterkünfte, Verpflegung und natürlich auch die Flüge werden teurer.
Wer nicht vom Kerosinaufschlag betroffen ist und mit dem Auto reist, zahlt dafür an der Tankstelle drauf. Sparsam Reisen ist also kaum noch möglich, denn an irgendeiner Ecke wird es für jeden teurer. Deshalb freuen sich viele Arbeitnehmer auf ihr Urlaubsgeld. Doch noch lange nicht jeder erhält den Zuschuss.

Reisezuschuss ja oder nein? Nur knapp die Hälfte der Deutschen erhält Urlaubsgeld
Die Auszahlung des Urlaubsgeldes ist entweder an den Tarifvertrag gebunden oder aber eine individuelle Leistung des Arbeitgebers. Einen rechtlichen Anspruch gibt es nicht. Eine Auswertung des WSI-Instituts der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass in diesem Jahr lediglich 44 Prozent der Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft den Reisebonus ausgezahlt bekommen. Im Jahr 2025 wurde derselbe Wert ermittelt. Personen, die im Rahmen eines Tarifvertrags in der Privatwirtschaft beschäftigt sind, haben bessere Chancen auf das Urlaubsgeld. Die Studie zeigt, dass 73 Prozent den Zuschuss erhalten.
Mehr dazu: Bei der Hotelbuchung: Experten warnen vor Tricks, die die Preise in die Höhe treiben
Personen, die ohne Tarifvertrag angestellt sind, können sich seltener über eine Zuzahlung freuen. Laut der Auswertung handelt es sich nur um 35 Prozent. Im Rahmen der Studie wurden die Daten von 50.000 Beschäftigten ausgewertet. „Wenn der Tarifvertrag fehlt, fehlt meist auch das Urlaubsgeld – und auch die Grundgehälter sind im Durchschnitt niedriger“, erklärte der Experte Malte Lübker. Zudem zeigen die Untersuchungen, dass es auch hier eine Gender-Pay-Gap gibt, denn nur 38 Prozent der Frauen erhalten den Zuschuss, während 49 Prozent der Männer mit dem Geld rechnen können.

