Ein Vorstoß des Deutschen Philologenverbands hat kürzlich für Diskussionen gesorgt. Denn die Verantwortlichen haben den Ferienkalender der gesamten Bundesrepublik ins Visier genommen. Konkret wird gefordert, dass die Sommerferien bundesweit erst im Juli beginnen sollten, um Lehrer und Schüler zu entlasten.
Denn aktuell beginnen die Sommerferien je nach Bundesland zu unterschiedlichen Zeiten. Der Philologenverband erklärte jedoch, dass Lehrer und Schüler in der Abiturphase somit unter Druck gesetzt werden. Es bleibe nicht genügend Zeit für Prüfungen und Korrekturen. „Es ist in jedem Jahr dasselbe Dilemma! Ein Sommerferienbeginn vor dem ersten Wochenende im Juli verkürzt die Prüfungszeitfenster mit deutlichen Konsequenzen“, erklärte die DPhV-Bundesvorsitzende Susanne Lin-Klitzing.

Sommerferien nicht mehr vor Juli: Einheitliche Regel für alle Bundesländer gefordert
Auch die Unterrichtsplanung würde somit erschwert. Im Jahr 2029 sollen die Ferien in Mecklenburg-Vorpommern sogar schon am 18. Juni starten. Als Beispiel wurde auch das Jahr 2021 genannt, in dem die Abiturprüfung zwar schon Mitte Mai stattfand, jedoch noch mündliche Prüfungen, Nachprüfungen und Korrekturen folgten, während die Sommerferien schon am 21. Juni begannen. Auch die Handhabung in Schleswig-Holstein und NRW wurde kritisiert. Daraufhin meldete sich das Schulministerium in Nordrhein-Westfalen zu Wort.
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Schulministerin Dorothee Feller reagierte dem Vorschlag gegenüber aufgeschlossen. Insbesondere zwischen Ostern und Sommer müsse es „ausreichend Zeit für Prüfungen und Korrekturen“ geben. Allerdings werden die Ferien auch weiterhin im Rahmen der Bildungsministerkonferenz festgelegt. Eltern kritisierten den Vorstoß allerdings gegenüber der WAZ. Sie befürchten deutliche Staus und Preise, die durch die Decke gehen, wenn alle Bundesländer zur selben Zeit in die Sommerferien starten. Bisher handelt es sich jedoch nur um einen Vorschlag, der noch keinerlei Konsequenzen nach sich zieht.

