Vor wenigen Wochen kam es zu einer ausufernden Debatte um die Minijobs in Deutschland. Experten stellten die Option in den Raum, dass diese Form der Beschäftigung abgeschafft werden könnte. Dann müsste der Verdienst des Minijobs normal versteuert werden. Außerdem wären unter allen Umständen sämtliche Sozialabgaben fällig.
Nun hat Lars Klingbeil die Minijobs erneut ins Visier genommen. Diesmal geht es um eine Erhöhung der Pauschalsteuer. Aktuell müssen Beschäftigungsverhältnisse mit einem Verdienst von höchstens 603 Euro im Monat nicht normal versteuert werden. Das entspricht Einnahmen in Höhe von 7.236 Euro im Jahr. Allerdings zahlt der Arbeitgeber jeden Monat eine Pauschale.

Steuerreform: Lars Klingbeil nimmt Minijobs erneut ins Visier
Diese Pauschalsteuer beträgt aktuell zwei Prozent und enthält die Lohnsteuer und die Kirchensteuer. Doch Lars Klingbeil sieht vor, dass dieser Satz auf fünf Prozent angehoben wird. Es ist allerdings möglich, dass Arbeitgeber die Pauschalsteuer auf Arbeitnehmer abwälzen. Sollte die Steuer tatsächlich erhöht werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dies künftig öfter so gehandhabt wird.„Unbeantwortet bleibt die Frage, ob Minijobs durch zusätzliche Sozialabgaben noch weiter belastet werden. Wenn die Bundesregierung die Bedeutung der unverzichtbaren Minijobs anerkennt, braucht es eine Beitragslast, die für Arbeitgeber tragbar bleibt“, kritisierte der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga die Pläne.
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Durch eine Erhöhung wird der Minijob, auf den viele Arbeitgeber angewiesen sind, künftig teurer. Allerdings handelt es sich aktuell lediglich um einen Gesetzentwurf. Noch ist unklar, ob die Neuerungen tatsächlich Anwendung finden werden. Momentan befindet sich der Bundestag in der Sommerpause. Erst im September werden die Reformpläne weiter diskutiert. Dann müssen sie zuerst das gesamte Gesetzgebungsverfahren durchlaufen.

