Lebensmittelpreise: Welche Produkte jetzt teurer werden könnten

Die angespannte Lage in der Straße von Hormus hat nicht nur Auswirkungen auf die Spritpreise. Experten warnen nun vor einer neuen Kostenwelle, die direkt in den Supermarktregalen ankommt. Welche Lebensmittel besonders gefährdet sind.
Lebensmittelpreise: Welche Produkte jetzt teurer werden könnten
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In den vergangenen Wochen wurde es für Verbraucher insbesondere an Tankstellen teurer. Nun könnte es in Supermärkten zu einer ähnlich unangenehmen Situation kommen. Denn auch die Lebensmittel bleiben von der Iran-Krise nicht verschont. Insbesondere die Blockade der Straße von Hormus hat dazu geführt, dass die Preise für Gas, Benzin und Diesel durch die Decke gegangen sind.

„Die Blockade der Straße von Hormus verteuert das Öl auf den Weltmärkten, was wiederum die Kosten für Energie, Transport und Düngemittel erhöht“, erklärte Tomaso Duso, Leiter der Abteilung Unternehmer und Märkte im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Deshalb werden auch Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise erwartet.

Euroscheine vor einem Kühlschrank mit Lebensmitteln
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„Höhere Preise im Supermarkt“: Iran-Krise wirkt sich auch auf Lebensmittel aus

Trotz des Waffenruhe-Deals mit Donald Trump müssen Handelsschiffe auch weiterhin mit Einschränkungen beim Passieren der Straße von Hormus rechnen. „Jedes Schiff, das versucht, ohne Genehmigung durchzufahren, wird zerstört“, erklärte ein Besatzungsmitglied gegenüber dem „Wall Street Journal“. Insbesondere drei Lebensmittel könnten in den kommenden Wochen von Preissteigerungen betroffen sein. „Besonders betroffen wären energie- und verarbeitungsintensive Produkte wie Brot, Fleisch und Milchprodukte“, sagte Duso.

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Die höheren Kosten, die bei der Lebensmittelproduktion entstehen, werden so an den Endkunden weitergegeben. Wie die UN-Ernährungs- und ‌Landwirtschaftsorganisation mitteilte, kletterten die Lebensmittelpreise im März weltweit bereits auf den höchsten Stand seit September. Die Auswirkungen sind also nicht nur in Deutschland spürbar, sondern überall. Der ​FAO-Preisindex stieg im Vergleich zum Februar um 2,4 Prozent.

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