Ist die Weltwirtschaft in Gefahr? Finanzexperte warnt vor „Albtraumszenario“

Der Iran-Konflikt hat dazu geführt, dass die Angst vor einem "Albtraumszenario" für die Weltwirtschaft wächst. Experten warnen vor den Auswirkungen der Blockade in der Straße von Hormus.
Ist die Weltwirtschaft in Gefahr? Finanzexperte warnt vor „Albtraumszenario“
Shutterstock

Der Iran-Konflikt hat dazu geführt, dass globale Lieferketten gefährdet sind. Denn das Land kontrolliert eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Seit Beginn des Krieges ist die besonders für den Ölhandel wichtige Straße von Hormus gesperrt. Am Mittwoch wurde noch einmal klargestellt, dass jedes Schiff vor dem Passieren der Wasserstraße „die Genehmigung des Irans“ einholen müsse.

Der Finanzexperte Daniel Yergin äußerte sich deshalb besorgt. Er befürchtet, dass die Ölkrise in der Straße von Hormus „die Weltwirtschaft in eine tiefe Rezession stürzen“ könnte und sprach von einem echten „Albtraumszenario“. In einem Essay, das in der Financial Times veröffentlicht wurde, nannte Yergin weitere Details.

Die Straße von Hormuz
picture alliance

Droht jetzt die große Rezession? Experte warnt vor Gefahren für die Weltwirtschaft

„Die Welt erlebt derzeit die größte Störung der Ölproduktion in der Geschichte sowie einen gewaltigen Schock für die globalen Gasmärkte“, mahnt der stellvertretende Vorsitzende von S&P Global. „Die Schlüsselfrage für die globalen Energiemärkte ist jetzt die Dauer dieses explosiven Krieges“, heißt es weiter. Yergin erklärt, dass alles von der Dauer der Eskalation im Nahen Osten abhängt, denn Vorräte reichen nur für einen gewissen Zeitraum. Doch wie lange dieses „Albtraumszenario“ noch anhalten könnte, ist aktuell nicht absehbar.

Anzeige

Mehr dazu: Influencer in Dubai - Fiona Erdmann und Co. unter Schock – „Habe Raketen gesehen“

Erst in der vergangenen Woche ist es zu einem Angriff auf das Schiff „Mayuree Naree“ gekommen. Bilder zeigen schwarzen Rauch, der aus dem thailändischen Frachtschiff aufsteigt. Offenbar hatte man iranische Drohungen missachtet und wollte die Straße dennoch passieren. Doch die Straße von Hormus ist nicht nur für den Transport von Öl und Erdgas entscheidend, auch Düngemittel, auf die Landwirte angewiesen sind, kommen nicht ans Ziel. Erste Auswirkungen der Krise sind bereits in Deutschland angekommen. Die Spritpreise schnellten schon in der vergangenen Woche deutlich in die Höhe. Am Freitag zahlten Autofahrer bis zu 2,26 Euro für Diesel und 2,05 Euro für Super E10.

Anzeige