200 Milliarden Euro neue Schulden: Bundesregierung stellt Haushaltsentwurf vor

Die Bundesregierung hat ihre Pläne für das Jahr 2027 vorgelegt. Mit einem Volumen von 200 Milliarden Euro an neuen Schulden will die Politik sowohl die Wirtschaft ankurbeln als auch die Verteidigung stärken. Doch das Vorhaben stößt auf Kritik von Experten.
200 Milliarden Euro neue Schulden: Bundesregierung stellt Haushaltsentwurf vor
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Die Bundesregierung hat ihre Haushaltspläne für das Jahr 2027 vorgelegt. Darin geht es aber nicht nur um Steuern, sondern auch um neue Schulden. Ein Vorhaben, vor dem Experten gewarnt haben. Denn im kommenden Jahr sollen über 200 Milliarden Euro neue Schulden aufgenommen werden.

Die Bundesbank erklärte schon im Dezember, dass die hohen Kredite die Bundesrepublik schwer belasten werden. Kürzlich wurde der Monatsbericht für Juni veröffentlicht. Darin schreiben die Experten der Bundesbank, dass die staatliche Defizitquote bis 2028 auf 4,9 Prozent steigen wird. Eigentlich gelten 3 Prozent als europäischer Referenzwert. Deutschland würde demnach bald deutlich darüber liegen.

Stempel mit der Aufschrift Neuverschuldung
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Die Prognose zeigt außerdem, dass sich die Schuldenquote voraussichtlich auf 70 Prozent der Wirtschaftsleistung erhöhen wird. Auch hier gelten eigentlich 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts als Referenzwert. Lars Klingbeil will jedoch gleichzeitig die deutsche Wirtschaft unterstützen. Der Finanzplan könnte für einen kumulierten Wachstumsimpuls von rund 1,3 Prozentpunkten sorgen. Doch andere Probleme wie zu hohe Energiekosten, Fachkräftemangel sowie bürokratische Belastungen bremsen die Wirtschaft weiterhin aus.

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Das Geld soll natürlich auch der Verteidigung zugutekommen. „Wir müssen in kürzester Zeit drei Jahrzehnte aufholen, in denen unsere Bundeswehr runtergespart wurde“, erklärte Lars Klingbeil. „Mit der schwarzen Null können wir uns nicht gegen Putin verteidigen“, rechtfertigte er den Entwurf. Das Vorhaben sei nur umsetzbar, wenn neue Schulden aufgenommen werden. Zudem wolle man das Land wieder voranbringen und für neue Arbeitsplätze sorgen. „Wir können nicht so weitermachen, wie das in den letzten 20 Jahren der Fall war.“ Klingbeil hat für das kommende Jahr Ausgaben in Höhe von 555,4 Milliarden Euro veranschlagt.

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