Fenster sind oft die entscheidenden Schwachstellen bei der Wärmedämmung eines Hauses. Zwar ermöglichen sie durch ihre Scheiben den Blick nach draußen und sie sind wichtig zur Belüftung eines Hauses. Sie sind aber auch anfällig für Kälte. Dabei ist entscheidend, ob sie zweifach oder dreifach verglast sind und über eine Wärmebeschichtung verfügen. Alte Fenster können mitunter auch noch einfach verglast sein – inzwischen ist das nicht mehr zulässig – und bei Modellen von vor 1995 ist eine Beschichtung unwahrscheinlich.
Richtig isolierte Fenster können bares Geld sparen. Denn sind sie nicht entsprechend isoliert, entweicht Wärme nach draußen, während kalte Luft ins Innere eines Gebäudes gelangt. Das treibt die Heizkosten in die Höhe. Um zu prüfen, ob eventuell ein Fenstertausch nötig ist, reicht ein einfach er Test mit einer Kerze.
Dafür stellt man die Kerze nah an die Fensterscheibe. Alternativ kann man auch ein Feuerzeug in die Nähe halten. Anschließend geht es nicht um die Flamme selbst, sondern um ihre Spiegelung in der Scheibe, genauer um die Anzahl der Spiegelungen und die Farbe. Bei einer Zweifachverglasung ohne Beschichtung sieht man vier Spiegelungen, die sich in zwei Paare aufteilen und jeweils dieselbe Farbe haben. Erscheint die von der betrachtenden Person aus zu sehende zweite Flamme jedoch leicht violett, dann verfügt die Zweifachverglasung über eine Wärmebeschichtung. Die Metallbedampfung der Beschichtung reflektiert das Licht nämlich geringfügig anders.

Undichte Fenster verursachen durch den Wärmeverlustbis zu 20 Prozent mehr Heizkosten
Wirft die Flamme auf der Fensterscheibe sogar eine sechsfache Spiegelung mit jeweils drei Paaren, dann handelte es sich um eine Dreifachverglasung. Auch hier sollte man wieder auf eine leicht violette Verfärbung achten. Sind dabei im Übrigen jeweils die hinteren Spiegelungen verfärbt, handelt es sich um eine Sonnenschutzverglasung. Diese soll eine Überhitzung im Sommer verhindern.
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Sowohl eine Zweifachverglasun als auch eine fehlende Beschichtung können ein Grund zum Fensteraustausch sein – vor allem, wenn die Heizkosten hoch sind. Um zu überprüfen, ob das Fenster dicht ist, kann man ebenfalls auf die Kerzenflamme achten und ob sie sich ruhig verhält oder im Wind tanzt. Mit einem Blatt Papier, dass man in den Rahmen klemmt, kann man zudem die Dichtungen prüfen. Lässt es sich einfach herausziehen, stehen neue Dichtungen an oder die Flügel sind nicht richtig ausgerichtet.
