Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat einmal mehr die Liste der beliebtesten Vornamen vorgelegt, dieses Mal rückblickend für das Jahr 2025. Dabei zeigt sich: Kurze Namen sind nach wie vor beliebt und altbekannte Lieblinge setzen sich durch. Es sind aber auch ein paar Kandidaten vertreten, die von den hinteren Plätzen aufgerückt sind.
Die beliebtesten Erstnamen in Deutschland 2025
Die GfdS veröffentlicht ihre Vornamen-Liste bereits seit 1977. Die Datengrundlage kommt von Standesämtern, die alle neuen Vornamen erfassen, die über das Jahr vergeben wurden. Ein Großteil ist also auf die Neugeborenen in Deutschland zurückzuführen. Der dpa zufolge konnten so etwa 91 Prozent aller 2025 neu erfassten Namen ermittelt werden, aus denen eine Liste mit 200 Namen erstellt wurde.
Die Top-Vornamen für Mädchen 2025:
- Sophia/Sofia
- Emma
- Emilia
- Mia
- Lina
- Ella
- Hanna/Hannah
- Klara/Clara
- Mila
- Lia/Liah
Die Top-Vornamen für Jungen 2025:
- Noah
- Matt(h)eo/Mat(h)eo
- Theo
- Leo
- Emil
- Leon
- Elias
- Paul
- Luca/Luka
- Henry/Henri
Die komplette Liste mit allen 200 Vornamen gibt es auf der Seite der GfdS.

Auch bei Folgenamen gibt es ein klares Muster
Die Liste bezieht sich vor allem auf Erstnamen. Allerdings schafft es bei den Mädchen Sophia/Sofia auch bei den Folgenamen immerhin auf Platz 5. Dahingegen taucht aber nur Emilia (ebenfalls auf Platz 7) erneut auf. Ansonsten dominieren bei den Folgenamen für Mädchen Marie, Maria, Luise/Louise, Elisabeth, Anna, Charlotte und Katharina/Catharina. Platz 1 klingt aber auch beinahe vertraut: Dort liegt Sophie/Sofie.
Bei den Jungen nimmt hier hingegen Alexander die Spitzenposition ein. Es folgen Maximilian, Karl/Carl, Josef/Joseph, Michael und Johann. Paul, Elias, Matt(h)eo/Mat(h)eo, Emil sind hingegen ebenfalls nicht nur als Erst-, sondern auch als Folgenamen beliebt.
Vornamen offenbaren einige regionale Unterschiede
Der Trend zu kurzen und dennoch klangvollen Vornamen setzt sich mit Blick auf das Gesamtbild also fort. Allerdings zeigen sich teilweise deutliche regionale Unterschiede. So ist bei den Mädchennamen in Norddeutschland etwa auch Ida beliebt, während in Hessen auch Lina auf den vorderen Plätzen landet. In Sachsen und Sachsen-Anhalt ist hingegen auch Frieda stark vertreten.
Bei den Jungen-Vornamen fällt vor allem auf, dass Mohammed zwar in mehreren Bundesländern in den Top 3 auftaucht, darunter im Saarland, Bremen, Hamburg, Hessen und Berlin, das aber nicht für eine bundesweite Platzierung in den Top 10 ausreicht. In Sachsen-Anhalt ist zudem unter anderem Liam beliebt, während in Mecklenburg-Vorpommern auch viele Oskars neu dazugekommen sind. In Bayern sticht wiederum Felix heraus, in Berlin Adam.

Klangvolle Vornamen erfreuen sich auch international großer Beliebtheit
Übrigens sieht die Liste der beliebtesten Vornamen in den deutschsprachigen Nachbarstaaten mitunter recht ähnlich aus. Mia, Emilia, Emma, Sofia und Lina sind dort ebenfalls vertreten. Ergänzt werden sie durch Elena, Malea, Mila und Nora in der Schweiz, sowie Valentina, Lea, Marie und Laura in Österreich. Bei den Jungen kommen etwa noch Leano, Levi, Lio, Elias, David, Jakob und Jonas dazu.
Diese Listen mit Vornamen decken sich übrigens in großen Teilen auch mit einer Liste, die im vergangenen Jahr vom Sprachwissenschaftler Dr. Bodo Winter im Auftrag eines britischen Onlinehändlers für Babybedarf erstellt wurde. Diese Erhebung bezieht sich vor allem auf Namen, die für die meisten Ohren angenehm klingen.

