Bei Rewe an der Tür: Die versteckte Funktion der farbigen Streifen

Wer beim Einkauf im Rewe-Supermarkt genau auf die Türen achtet, kann dort farbige Markierungen entdecken. Diese erfüllen einen unauffälligen, aber sehr wichtigen Zweck.
Bei Rewe an der Tür: Die versteckte Funktion der farbigen Streifen
Faktastisch

Türen beim Supermarkt Rewe – und dem dazugehörenden Discounter Penny – weisen ein wichtiges Detail auf, das vielen vermutlich noch gar nicht aufgefallen ist: farbige Streifen. Dass diese so unauffällig sind, liegt auch daran, dass sie an der Innenseite der Automatiktüren angebracht sind, die man meistens weniger bewusst wahrnimmt.

Die farbigen Markierungen sind stets vertikal angebracht und weisen die Farben Rot, Dunkelblau, Gelb und Grün auf, beinahe wie bei einer vierfarbigen Ampel. Diese Streifen erfüllen vor allem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine wichtige Funktion beim Diebstahlschutz.

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Rewe hilft mit Tür-Markierungen der Polizei

Dahinter steckt kein ausgeklügeltes System oder ein technischer Sensor. Stattdessen sind die Striche an den Türen dazu gedacht, bei der Erkennung von Diebinnen und Dieben zu helfen. Suchen diese nämlich schnell das Weite, kann es schwierig sein, sie später wiederzuerkennen. Die Streifen an den Türen bei Rewe sollen zumindest dabei helfen, die Größe der Täterinnen und Täter einschätzen zu können.

Die Markierungen sind deshalb in einer Höhe von etwa 1,60 bis 2,00 Metern angebracht; das entspricht der Größenspanne der meisten Personen beziehungsweise kann man so auch deutlich erkennen, wer kleiner oder größer ist. Ganz genau weiß man allerdings nicht, auf welcher Höhe die Streifen angebracht sind. Dazu hat sich Rewe aus Sicherheitsgründen nie eindeutig geäußert hat. Die Existenz der Markierungen und ihre Bedeutung hat aber unter anderem gegenüber der „Bild“-Zeitung eine Pressesprecher des Unternehmens bestätigt.

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Einkaufswagen mir Rewe-Logo in mehreren Reihen
picture alliance

Diebstahl kostet den Einzelhandel jedes Jahr Unsummen

Diebstahl im Einzelhandel ist ein anhaltendes bis wachsendes Problem. Deutsche Supermärkte wie Rewe kämpfen seit Jahren gegen verschiedene Diebstahl- und Betrugsmaschen. Dabei werden sowohl günstige als auch teure Produkte entwendet, weshalb etwa Kaffeebohnen oder Rasierer in vielen Märkten zusehends hinter Glas verschwinden.

Zwar sind die offiziellen Zahlen für Ladendiebstahl im Jahr 2025 leicht gesunken. Allerdings führt der Einzelhandel das eher auf geringere Anzeigeraten und nicht etwa darauf zurück, dass tatsächlich weniger gestohlen wird. Der dadurch angerichtete Schaden geht im Jahr teilweise in die Milliardenhöhe und belastet die Händler enorm.