Raub am Geldautomaten: Polizei vermeldet Erfolg nach öffentlicher Fahndung

Die Polizei sucht mit Bildern nach zwei Personen, die einen 72-Jährigen an einem Geldautomaten überfallen haben sollen.
Raub am Geldautomaten: Polizei vermeldet Erfolg nach öffentlicher Fahndung
Staatsanwaltschaft Göttingen

Bereits im November 2025 ist es bei einer Bankfiliale in Einbeck zu einem Diebstahl gekommen. Zwei Unbekannte haben offenbar einen 72-jährigen Mann bestohlen und betrogen. Dabei ist wohl ein Schaden in Höhe von 600 Euro für das Opfer entstanden. Bilder der Überwachungskamera, die von der Polizei veröffentlicht wurden, zeigen zwei Täter, wobei der eine den Vorgang offenbar vor allem beobachtet haben soll, während der andere dem Mann anschließend die Bankkarte gestohlen hat.

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Da es einige Zeit keine signifikanten Fortschritte gegeben hatte, wurden Bilder einer Überwachungskamera von der Staatsanwaltschaft Göttingen veröffentlicht. Innerhalb kürzester Zeit konnte so Fahndungserfolg vermeldet werden, wie Faktastisch auf Anfrage von der Polizei mitgeteilt wurde. Die Bilder wurden bereits zurückgezogen. Das Vorgehen der beiden mutmaßlichen Täter in diesem Fall ist dabei wohlbekannt und nennt sich „Shoulder Surfing“.

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Polizei warnt vor Shoulder Surfing: Jemand gibt am Geldautomaten seine PIN ein
iStock / vm

Polizei warnt vor „Shoulder Surfing“: Wie man sich davor schützen kann

Der Name ist dabei Programm. Beim „Shoulder Surfing“ geht es nämlich darum, etwa per Schulterblick die PIN eines Opfers zu erfahren. Anschließend wird diesem die Bankkarte entwendet, um damit und mittels der erspähten PIN an Geld zu kommen. In weiter entwickelten Fällen der Masche wird auch er Geldautomat selbst manipuliert oder die PIN mit Hilfsmitteln abgegriffen. Dass dabei im Tandem gearbeitet wird, ist ebenfalls nicht ungewöhnlich. Dabei achtet eine Person auf die PIN, die andere startet anschließend ein Ablenkungsmanöver, um die Bankkarte zu stehlen. Genau sollen auch die Täter in Einbeck vorgegangen sein.

Aufgrund dieser und ähnlicher Maschen sollte man mit seiner PIN immer besonders vorsichtig sein. Bei der Eingabe gilt es entsprechend sicherzustellen, dass niemand die Ziffern sehen kann. So kann man etwa zusätzlich eine Hand als Sichtschutz nutzen. Zudem empfiehlt die Polizei, dabei immer auf sich in der Nähe befindlichen Personen zu achten. Verdächtig scheinende Geldautomaten sollte man grundsätzlich nicht nutzen. Sollte man dennoch Opfer einer solchen Betrugsmasche werden, sollte man seine Karte schnellstmöglich sperren lassen und den Fall gegebenenfalls zur Anzeige bringen. Im Falle des 72-Jährigen bemerkte dieser direkt am nächsten Tag verdächtige Konto-Aktivitäten, als 600 Euro von seinem Konto abgehoben wurden

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