Mit zwei Fotos sucht die Polizei in Bremen nach einer Betrügerin, die mehrere Banken getäuscht haben soll, indem sie mit falschen Ausweispapieren neue Konten eröffnete. Die Taten sollen sich bereits zwischen Juli und September 2023 ereignet haben. Auf den Fotos ist eine unauffällige Frau mit eigentlich dunklen, offenbar zum Teil heller gefärbten Haaren zu sehen, die sie am Hinterkopf zusammengebunden trägt. Die Bilder zeigen so offenbar an mindestens zwei verschiedenen Tagen mit unterschiedlichen Outfits, wobei sie jeweils dieselbe Tasche mit einem langen, hellen Band zum Umhängen bei sich trägt.
Es ist anzunehmen, dass die Fotos, die die mutmaßliche Betrügerin offenbar im Gespräch mit Bankmitarbeiterinnen und -mitarbeitern an einem Schalter zeigt, in der beschriebenen Zeitperiode im Sommer 2023 aufgenommen wurden. Dann könnte sich die gesuchte Person optisch seitdem ein wenig verändert haben. In der entsprechenden Mitteilung der Polizei und Staatsanwaltschaft heißt es, dass die Unbekannte mehrere Konten eröffnet und sich dabei sowohl fremder als auch gefälschter Personalausweise bedient habe. Warum kann das so gefährlich sein?

Wer kennt die mutmaßliche Banken-Betrügerin von Bremen?
Basierend auf der polizeilichen Meldung wird die mutmaßliche Betrügerin also also nicht nur wegen des Betrugs an sich, sondern möglicherweise auch wegen Urkundenfälschung und dem Missbrauch von Ausweispapieren gesucht. Nicht bekannt ist hingegen, ob es sich bei den fremden Ausweisen um gestohlene Dokumente handelt oder ob die eigentlichen Besitzerinnen und Besitzer – gegebenenfalls unter Vortäuschung falscher Gründe – ihre Einwilligung gegeben haben. So wird beispielsweise auch im deutschsprachigen Raum immer wieder vor Fällen gewarnt, bei denen Kriminelle ihren Opfern Geld bieten, damit diese für sie ein Konto eröffnen. Diese Konten werden dann wiederum für Geldwäsche oder andere illegale Tätigkeiten genutzt, warnen etwa die Expertinnen und Experten von „anwalt.de“.
Das Fatale an so einem Kontoeröffnungsbetrug: Die Kontoinhaberinnen und -inhaber haften mit. Anders verhält es sich, wenn ein Konto mit nachweislich gestohlenen oder gefälschten Dokumenten eröffnet wurde. Es ist nicht die erste Fahndung dieser Art nach einer Betrügerin. So hatte sich erst in der letzten Januarwoche 2026 eine ebenfalls gesuchte mutmaßliche Betrügerin bei der Polizei in Bremen gemeldet. Der 21-Jährigen wurde vorgeworfen, im Jahr 2025 mit einem gefälschten Ausweis mindestens sieben Bankkonten eröffnet zu haben. Die Ermittlungen in diesem Fall laufen weiter, offenbar genauso wie in der Sache der nach wie vor gesuchten Unbekannten auf Fahndungsfotos.
