Neue Doku zu Marilyn Monroes Tod: KI findet Hinweise auf Manipulation

Marilyn Monroes Tod ist zwar fast 64 Jahre her, beschäftigt viele aber auch heute noch. In einer neuen Doku wurde nun KI eingesetzt, um Details zu analysieren. Dabei sind erstmals einige Ungereimtheiten aufgefallen.
Neue Doku zu Marilyn Monroes Tod: KI findet Hinweise auf Manipulation
picture alliance

Marilyn Monroe war nicht nur einer der bekanntesten Stars ihrer Zeit. Sie gilt auch weit darüber hinaus als Ikone und bedeutende Persönlichkeit. Die US-amerikanische Schauspielerin starb in der Nacht vom 4. auf den 5. August 1962 in ihrem Haus in Los Angeles im Alter von nur 36 Jahren.

Bis heute ranken sich zahlreiche Überlegungen und Verschwörungstheorien um ihren Tod. Die Behörden stuften das Ableben des Stars als „wahrscheinlichen Suizid“ ein, da in ihrem Blut stark wirksame Schlaf- und Beruhigungsmittel gefunden wurden. Als Todesursache wurde eine Vergiftung durch diese Barbiturate festgestellt.

Nun sorgt allerdings die Dokumentation „Celebrity Crime Scene: Marilyn Monroe“ für Aufsehen. Diese rekonstruierte mithilfe von KI den Todesort des Stars. Dabei sollen unter anderem der Bild-Zeitung zufolge einige Ungereimtheiten aufgefallen sein.

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Schauspielerin wurde allein in ihrem Zimmer gefunden

Monroes Leiche wurde am 5. August gegen halb vier Uhr morgens von ihrer Haushälterin Eunice Murray und ihrem Psychiater Ralph Greenson entdeckt. Die beiden hatten gemeinsam das Fenster zum Schlafzimmer der Schauspielerin eingeschlagen, nachdem Murray Licht im Zimmer gesehen, aber keine Antwort erhalten hatte.

Beim Auffinden soll Marilyn Monroes Leiche nackt auf dem Bett gelegen haben, die Hand an einem Telefonhörer. Zunächst wurde dann Hyman Engelberg, Monroes Hausarzt, verständigt, der sie gegen 3:50 Uhr für tot erklärte. Anschließend wurde die Polizei informiert.

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Während auch die Presse über die damalige Auffindesituation berichtete, wirft die neue Dokumentation die Frage auf, warum es nur wenige Bilder von dem Ort gibt. Der ehemalige Ermittler Paul Holes, der unter anderem für die Aufklärung des „Golden State Killer“-Falls bekannt ist, spricht zudem von einigen Ungereimtheiten in Bezug auf den Fall.

Alte Zeitung berichtet über den Tod von Marilyn Monroe
IMAGO / United Archives International

Neue Doku wirft Fragen zum Todesort von Marilyn Monroe auf

Holes kritisiert grundsätzlich, dass im Fall von Marilyn Monroe im Jahr 1962 schlecht ermittelt worden sei. „Ich denke, viele der Fragen zu ihrem Tod lassen sich letztendlich darauf zurückführen, wie schlecht der Tatort 1962 von den ermittelnden Behörden dokumentiert und bearbeitet wurde, sodass Fragen unbeantwortet blieben, die hätten beantwortet werden können, wenn sie die Dinge ordnungsgemäß angegangen wären“, erklärt er unter anderem in der Doku.

Mittels KI und der vorhandenen Fotos wurde der Todesort rekonstruiert. So wurde deutlich, das auf dem offenbar einzigen Foto, das die Leiche auf dem Bett zeigt, die Laken auffällig ordentlich seien, so Holes. Das passe nicht zu einer Überdosis. Zudem sei die Anordnung der Pillenfläschchen auf dem Nachttisch auffällig perfekt gewesen. So hätten alle Etiketten in dieselbe Richtung gezeigt.

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Immer wieder neue Entwicklungen in dem Fall

Erst vor wenigen Wochen ist erstmals ein Rezept aufgetaucht, das den Hausarzt Hyman Engelberg in einem schlechten Licht erscheinen lässt. Der Arzt sagte damals nämlich aus, dass er Marilyn Monroe zwar das Barbiturat Nembutal verschrieben habe, nicht jedoch Chloralhydrat. Beide Medikamente wurden im Blut der Schauspielerin nach ihrem Tod festgestellt, obwohl sie keinesfalls zusammen eingenommen werden sollten.

Das Rezept, das nun aufgetaucht ist, bezieht sich allerdings auf Chloralhydrat und trägt Engelbergs Unterschrift, datiert auf Anfang Juni 1962 und somit wenige Monate vor Monroes Tod. Seitdem kochen die Spekulationen zu den genauen Todesumständen wieder hoch und werden nun einmal mehr in der Doku „Celebrity Crime Scene: Marilyn Monroe“ aufgegriffen.

Marilyn Monroe 1953
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Anhaltende Verschwörungstheorien um den Tod von Marilyn Monroe

Grund für die anhaltende Aufregung über so viele Jahre hinweg ist nicht nur die Tatsache, dass es sich bei Marilyn Monroe um einen absoluten Star gehandelt hat. Es gibt zudem mehrere Verschwörungstheorien, die ihren Tod in Zusammenhang mit den Kennedy-Brüdern bringen. John F. Kennedy war damals Präsident der Vereinigten Staaten, sein Bruder Robert F. Kennedy war Justizminister.

Der Schauspielerin wurde eine Affäre mit beiden Brüdern nachgesagt. Ihr Tod wird deshalb mitunter auch der CIA zugeschrieben, da sie angeblich durch die Beziehungen über geheime Informationen verfügte. Die Dokumentation, die am 21. Juni bei FOX zu sehen war und nun im US-amerikanischen Raum auf Hulu zur Verfügung steht, knüpft an diese alten Verschwörungstheorien an, liefert aber keinerlei Beweise.

Als Verbindung führt Paul Holes an, dass das FBI geschwärzte Akten über Monroe veröffentlichte. „Irgendwann könnten diese Dokumente vielleicht durch Anträge nach dem Informationsfreiheitsgesetz freigegeben werden. Das wäre ein riesiger Ermittlungsschatz, den jemand wie ich nur allzu gerne untersuchen würde“, erläutert der ehemalige Ermittler. Konkrete Beweise für die Kennedy-Theorie gab es nie. Und auch eine erneute Untersuchung des Todes von Marilyn Monroe im Jahr 1982 ergab diesbezüglich nichts.