Seit 2015 wird Michele vermisst. Ihre Mutter hat mittlerweile jede Hoffnung aufgegeben. „Ich denke, dass sie nicht mehr lebt. Dass ihr etwas angetan wurde“, erklärte sie kürzlich gegenüber der Presse. Nachdem die Vermisstenmeldung bei der Polizei eingegangen war, wurde nach der jungen Frau aus Deutschland gesucht.
Doch auch in Nachbarländern konnten damals keinerlei Hinweise auf eine Straftat gefunden werden. Kürzlich wurde durch eine Recherche des Spiegels und des Fernsehsenders ZDF bekannt, dass Michele in den Epstein-Akten auftaucht. Es befinden sich E-Mails in den Dokumenten, die den Namen Michele kurz vor dem Zeitpunkt ihres Verschwindens enthalten. Bereits bekannt war, dass die damals 22-Jährige ihr Elternhaus verlassen hatte.

Was geschah mit Michele? Junge Deutsche taucht in Epstein-Akten auf
Könnte die junge Frau Jeffrey Epstein zum Opfer gefallen sein? In der Korrespondenz des verurteilten Sexualstraftäters wird ihr Name von einem Mann erwähnt, der als Vermittler für Models arbeitete. Da Daniel S. mehr als 1800 Mal erwähnt wird, könnte er Teil des persönlichen Netzwerks gewesen sein. Allerdings betonte er, nicht gewusst zu haben, dass Epstein Models und auch Minderjährige missbrauchte. Micheles Familie berichtete, dass sie damals unbedingt Model werden wollte und für einige Jahre nach Dubai zog, um ihre Karrierechancen zu verbessern.
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Vor Ort lernte sie Daniel kennen, der anschließend ihren Namen gegenüber Epstein erwähnte und ihm sogar Fotos schickte. „Du wirst sie lieben“, versprach er dem Financier. Die Vermisste zog schon im Jahr 2012 aus und erzählte ihrer Mutter von ihrem teuren Lebensstil, ohne zu erklären, wie sie dieses Leben eigentlich finanzierte. Im Jahr 2015 brach der Kontakt schließlich für immer ab. Bisher konnte noch nicht bewiesen werden, dass es sich bei der Michele aus den E-Mails tatsächlich um die vermisste Deutsche handelt. Auch ist unklar, ob sie Epstein wirklich traf. Wie ntv berichtet, erwägt die Polizei nun aufgrund der neuen Erkenntnisse die Prüfung eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts auf eine mögliche Straftat.

