Anfang März wurde bekannt, dass die ehemalige Zorro Ranch des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein durchsucht wird. Die Behörden haben Ermittlungen wegen „illegaler Aktivitäten eingeleitet“. Unter anderem befanden sich Hinweise in den Akten, die besagen, dass auf der Ranch zwei Mädchenleichen vergraben worden sein könnten.
Seitdem dauern die Durchsuchungen des über 3.000 Quadratmeter großen Anwesens an. Mittlerweile meldete sich auch Chauntae Davies zu Wort. Sie arbeitete als Masseurin und wurde von Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell angeheuert. Davies erklärte, dass sie in dieser Zeit mehrfach misshandelt und angegriffen worden ist.

„Jagd nach dem perfekten Genpool“: Masseurin erhebt schwere Vorwürfe gegen Epstein und seine Komplizin
Auch zu den mutmaßlichen Vorkommnissen auf der Zorro Ranch äußerte sie sich. Chauntae berichtet, dass manche Mädchen umringt von Ärzten in dunklen Räumen aufwachten. In den Akten tauchen Hinweise auf ein Baby auf, das spurlos verschwand. „Ich persönlich habe so etwas nie miterlebt, aber ich erinnere mich daran, Gespräche darüber mitgehört zu haben, wie man versuchte, das perfekte Baby, den perfekten Genpool zu erschaffen. Ich weiß, dass es eine Art Jagd nach dem perfekten Genpool gab“, erklärte Davies in einem Statement.
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Auch über ihr persönliches Schicksal hat Davies offen gesprochen. „Ich habe oft in meinem Zimmer gesessen wie eine Maus im Käfig und darauf gewartet, dass jemand an meine Tür klopft und sagt: ‚Jeffrey ist jetzt bereit für seine Massage.‘“ Das Wort Massage diente der Frau zufolge jedoch nur als Tarnung für schwere Vergewaltigungen. „Die Zorro Ranch war wahrscheinlich der unheimlichste Ort, einfach riesig und still und buchstäblich mitten im Nirgendwo. Kilometerweit nur Berge und Erde.“ Was sich tatsächlich auf der Ranch abspielte, ist aktuell unklar. Die Ermittler haben bisher noch keine Ergebnisse preisgegeben. Solange es kein rechtskräftiges Urteil gibt, gilt auch weiterhin die Unschuldsvermutung.

