Fabian-Prozess: Zeugin spricht über Leichenfund – „Ein Plan, der erfüllt werden muss“

„So wie ein Plan, der erfüllt werden muss“: Im Prozess um den ermordeten Fabian aus Güstrow schildert eine Zeugin Details über den Tag, an dem sie die Leiche mit der Angeklagten fand.
Fabian-Prozess: Zeugin spricht über Leichenfund – „Ein Plan, der erfüllt werden muss“
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Am 13. Verhandlungstag im Mordprozess um Fabian aus Güstrow hat eine Freundin der Angeklagten ausgesagt. Sie fand die Leiche des Jungen gemeinsam mit Gina H. am 14. Oktober. Anschließend informierten die beiden Frauen die Polizei. Nun hat die Zeugin erklärt, dass ihr schon damals einige Dinge seltsam vorgekommen seien.

Unter anderem sagte sie aus, dass Gina H. Fabian schon einen Tag vorher gefunden habe. Erst am 14. Oktober rief sie die Zeugin an und berichtete ihr davon. „Wir haben ihn gefunden. Er ist tot“, soll die Angeklagte am Telefon gesagt haben. Sie erklärte, dass sie die Leiche „zufällig“ fand und ging anschließend mit der Zeugin und zwei Hunden an den Tümpel in Klein Upahl. Die Polizei informierte die Angeklagte ihrer Aussage zufolge zuvor nicht, weil sie die Leiche mit einem Bekannten fand, der sein Nachtsichtgerät bei der Suche nutzte, was er als Jäger in einem Fremden Revier jedoch nicht darf.

Ein Logo mit der "Aufschrift" Justiz beim Fabian-Prozess
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Fall Fabian aus Güstrow: Zeugin berichtet von Leichenfund mit Gina H.

„Ich habe gedacht, wenn ich jetzt nicht mitfahre, dann wird der Kleine niemals gefunden. Wenn die den Mund nicht aufmacht“, berichtet die Zeugin. „Ich habe gedacht, ich muss da mitfahren. Wenn es Fabian ist, und die Mutter ist die ganze Zeit im Ungewissen. Das möchte ich auch nicht erleben, wenn das mein Kind wäre“, heißt es weiter. Die Frau blieb mit ihrem Rollator stehen, während die Angeklagte zielstrebig zum Fundort gegangen sei. „So wie ein Plan, der erfüllt werden muss. Auch wie zielgerichtet sie da runterging, das war so kalt.“

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Die Zeugin sagte außerdem vor Gericht aus, dass Gina mit ihren Hunden zum Fundort ging und anschließend erklärte, dass Fabian „schlimm aussehen“ würde. Erst anschließend wandte sie sich an die Polizei. Einer der Beamten, die vor Ort eintrafen, hatte sich bereits skeptisch über das Verhalten der Angeklagten geäußert. Die Polizei bat die beiden Frauen darum, ihre Smartphones abzugeben, doch Gina soll darüber verärgert gewesen sein. Die Zeugin kennt die Angeklagte schon lange. Die beiden lebten im selben Wohnhaus und verabredeten sich regelmäßig. Gina wird vorgeworfen, den kleinen Fabian aus seinem Zuhause gelockt und anschließend an dem Tümpel bei Klein Upahl erstochen und verbrannt zu haben. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt jedoch die Unschuldsvermutung.

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