Fabian aus Güstrow wurde im vergangenen Jahr tot aufgefunden. Seine Leiche befand sich in der Nähe eines Tümpels bei Klein Upahl. Mittlerweile ist sicher, dass der Schüler getötet wurde. Im Rahmen des Prozesses in Rostock muss sich die Ex-Freundin des Vaters, Gina H., vor Gericht verantworten. Ihr wird vorgeworfen, den Achtjährigen von zu Hause weggelockt, getötet und angezündet zu haben.
„Er war im Gesicht so stark verändert, dass wir ihn mit dem Foto nicht hätten erkennen können“, sagte eine Zeugin am Donnerstag. Fabians Mutter Dorina verließ daraufhin weinend den Saal. „Das Gesicht war zum Teil verbrannt“, erklärte die Frau weiter. Neben der neuen Zeugin erschien auch die Oma des Schülers vor Gericht.

Fabians Oma erscheint vor Gericht: „Würden Sie gerne wissen, was mit ihm passiert ist?“
Doch die Großmutter des Jungen machte den Richter binnen kürzester Zeit sprachlos. Sie wurde gefragt, ob sie weiß, was mit ihrem Enkel passiert ist. Darauf antwortete die Seniorin mit einem deutlichen „Nein“. „Würden Sie gerne wissen, was mit ihm passiert ist?“, entgegnete der Richter Holger Schütt. Doch diese Frage verneinte Fabian Großmutter ebenfalls. Eine Reaktion, die der Vorsitzende nicht nachvollziehen konnte. Allgemein hielt sich die Seniorin mit detaillierten Antworten zurück.
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„Ich möchte gerne wissen, warum eine Oma, die ihren Enkel geliebt hat, nicht wissen möchte, was passiert ist“, sagte Schütt daraufhin. Doch mehrfach erklärte die Dame, dass sie die Fragen nicht beantworten könne und auch nichts über den Tod ihres Enkels erfahren wolle. Ihr Sohn Matthias hatte schon zuvor ausgesagt und ebenfalls für Aufregung gesorgt. Unter anderem erklärte Fabians Vater, dass er mittlerweile wieder mit Gina H. liiert ist und fest an ihre Unschuld glaubt. „Ich stehe offen und ehrlich hinter ihr“, betonte er am dritten Prozesstag. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für Gina H. die Unschuldsvermutung.

