In der vergangenen Woche kam es zu einer mutmaßlichen Amoktat an einem Gymnasium in Schongau. Ein 16-Jähriger soll zuerst mit einer Schusswaffe und anschließend mit einem Messer auf mehrere Schülerinnen und Schüler losgegangen sein. Die Ermittlungen dauern an, doch kürzlich wurde ein mögliches Manifest des mutmaßlichen Täters sichergestellt.
Aktuell wird noch untersucht, ob das Schreiben, welches im Internet veröffentlicht wurde, tatsächlich vom Täter stammt. „Es gibt erste Hinweise darauf, dass diese Tat gestreamt werden sollte“, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Das Dokument enthält außerdem Hinweise darauf, dass der mutmaßliche Täter der „Attentäter-Fanszene“ sowie der „Incel-Bewegung“ angehört.

Amoktat in Schongau: Bayerische Behörde bewertet mögliches Manifest des mutmaßlichen Täters
Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern äußerte sich ebenfalls zu dem „Manifest“. „Das Dokument gibt einen Einblick in eine verstörende Gedanken- und Gefühlswelt voller Gewalt- und Vernichtungsfantasien“, heißt es in einem Statement. „Antisemitismus fungiert in dem Text als umfassende Welterklärung und gibt allen als negativ wahrgenommenen Ereignissen im Leben des Autors einen großen Rahmen“, erklärte Annette Seidel-Arpaci am Mittwoch in München. Neben dem Antisemitismus gibt es in dem Dokument auch abwertende Äußerungen gegenüber Christen und Muslimen.
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Der Verfasser spricht sich darüber hinaus gegen Frauen, queere Menschen und das Leben auf dem Land aus. Er beschreibt sich selbst als „hoffnungslosen 16-Jährigen mit viel zu viel Hass im Herzen“. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Er war selbst Schüler an dem Gymnasium in Schongau. Die beiden schwer verletzten Mädchen befinden sich in einem stabilen Zustand. Aktuell ist das „Manifest“ noch Teil der Ermittlungen. „Wir prüfen es momentan auf seine Herkunft und seine Authentizität. Aber wir haben bisher noch keine Erkenntnisse in die eine oder andere Richtung, also ob es vom Täter stammt oder nicht“, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft vor einer Woche.

