Gil Ofarim wurde vor wenigen Wochen zum Dschungelkönig gewählt. Allerdings galt die Teilnahme des Musikers an der Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ als umstritten. Einige Zuschauer wollten die Sendung sogar boykottieren. Nun meldete sich RTL mit einem Statement zu Wort.
Die Verantwortlichen erklärten, dass sie teilweise anders mit dem TV-Star hätten umgehen müssen. „Natürlich haben wir das intern reflektiert. Aus heutiger Sicht wäre es an der einen oder anderen Stelle besser bzw. richtig gewesen, die Fakten direkt in der Livesendung klarzustellen und nicht nur in 'Der Stunde danach'“, erklärte RTL-Deutschland-Chef Stephan Schmitter gegenüber dwdl.de.

„Hätten reagieren müssen“: RTL-Chef antwortet auf Kritik zum Umgang mit Gil Ofarim
In dem Format wird es oft so gehandhabt, dass die Kandidaten frei sprechen dürfen und sich das Publikum am Ende selbst eine Meinung bildet. „Da hätten wir in Köln reagieren müssen“, sagt Schmitter im Nachhinein. Allerdings bezog er sich mit seiner Aussage lediglich auf „ein, zwei Sendungen“. Denn es gab nicht nur positive Reaktionen auf die diesjährige Staffel des Dschungelcamps. Zwar konnte Gil Ofarim Millionen Fans von sich überzeugen, doch insgesamt reagierte das Publikum zwiegespalten.
Schmitter erklärte, dass man einige Aussagen des Dschungelkönigs bewusst hätte einordnen müssen. Unter anderem erklärte Ofarim in der Wildnis zunächst, dass er aufgrund einer Verschwiegenheitserklärung nicht über die Ereignisse aus dem Jahr 2021 sprechen dürfe. Damals beschuldigte er einen Hotelmitarbeiter, ihn aus antisemitischen Beweggründen an der Rezeption abgewiesen zu haben und teilte ein umfangreiches Video in den sozialen Medien.
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Später räumte er ein, gelogen zu haben. Auch während des Dschungelcamps soll er mehrfach nicht die Wahrheit erzählt haben. Denn der Anwalt des Hotelmitarbeiters erklärte, dass Ofarim lediglich die damaligen Vorwürfe nicht erneut wiederholen durfte und es gar keine Verschwiegenheitserklärung im Allgemeinen gab. Der Sänger entschuldigte sich deshalb anschließend in der Sendung „Punkt 12“.

