Zugang zu Porno-Websites in Deutschland soll eingeschränkt werden

Da der Jugendschutz „ernsthaft gefährdet“ sei, soll der Zugang zu Porno-Websites eingeschränkt werden.

, 06:21 Uhr
Zugang zu Porno-Websites in Deutschland soll eingeschränkt werden
charnsitr / Shutterstock.com

Porno-Websites in Deutschland droht eine Netzsperre. Wie ein Gericht entschied, verstoßen Websites wie „YouPorn“, „Pornhub“ und „Mydirtyhobby“ gegen den Jugendschutz. Bereits im April 2020 wurde einer Reihe von Pornoanbietern mit der Sperre gedroht. Sie wurden nun erneut dazu aufgefordert das Jugendschutzgesetz zu beachten.

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Dies gab das Düsseldorfer Verwaltungsgericht vergangene Woche bekannt. Die Betreiber der Websites wurden dazu aufgefordert, eine Altersüberprüfung der Nutzerinnen und Nutzer durchzuführen. Der Zugang müsse eingeschränkt werden. Ausschließlich Erwachsene dürften die Möglichkeit haben, die Inhalte zu sehen. „Angesichts der Entscheidung fordern wir die Porno-Plattformen erneut auf, unmittelbar den effektiven Schutz von Kindern und Jugendlichen zu gewährleisten“, sagte Tobias Schmid, Chef der Landesanstalt für Medien NRW.

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Jugendschutz sei „ernsthaft gefährdet“

Die Portale können sich somit nicht länger darauf berufen, dass sie ihre Inhalte aus dem Ausland heraus anbieten. Das Gericht entschied im Eilverfahren. Das Hauptverfahren steht den Betreibern noch bevor. Die Zuständigen argumentierten, dass der Jugendschutz durch die frei zugänglichen Inhalte „ernsthaft und schwerwiegend“ gefährdet sei.

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Insgesamt sollen drei Beschlüsse festgelegt worden sein. Gegen diese kann nun Beschwerde eingelegt werden. Vorgelegt werden die Unterlagen anschließend dem Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen.

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