Tote nach Moderna-Impfung: Japan zieht 1,6 Millionen Ampullen aus dem Verkehr

In den Ampullen des Herstellers Moderna sollen Verunreinigungen entdeckt worden sein.

, 00:19 Uhr
Tote nach Moderna-Impfung: Japan zieht 1,6 Millionen Ampullen aus dem Verkehr

Derzeit werden in Japan zwei Todesfälle untersucht. Ein Mann im Alter von 30 Jahren sowie ein weiterer im Alter von 38 Jahren verstarben kurz nachdem sie ihre zweite Impfdosis gegen das Corona-Virus erhielten. Wie „ntv“ weiter berichtet, bekamen die beiden Männer das Vakzin der Firma Moderna.

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Am vergangenen Donnerstag zog die japanische Regierung insgesamt 1,63 Ampullen des Moderna-Impfstoffs aus dem Verkehr. In dem Vakzin sollen Verunreinigungen gefunden worden sein. Das Pharmaunternehmen „Takeda“, welches für die Verteilung der Vakzine verantwortlich ist, teile laut dem Nachrichtensender mit, dass mehrere Impfzentren „fremde Substanzen“ in 39 ungeöffneten Ampullen entdeckt haben sollen. Schließlich entschied sich das Gesundheitszentrum, die Verwendung des Impfstoffs aus drei Chargen zu stoppen.

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Moderna äußert sich zu Verunreinigungen

Auch Moderna selbst soll sich zu den Vorfällen geäußert haben. Das Unternehmen geht davon aus, dass das Problem in der beauftragten Herstellungsstätte in Spanien aufgetreten ist. Bestätigt wurde außerdem, dass es sich um eine Charge handelt. Trotzdem zog die japanische Regierung zwei weitere Chargen als Vorsichtsmaßnahme aus dem Verkehr.

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Damit die Impfkampagne des Landes nicht in Verzug gerät, wollen die Behörden Ersatz-Impfdosen organisieren. Aktuell kämpft Japan gegen eine Infektionswelle mit dem Delta-Virus. Bislang konnten um die 44 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft werden.