Studie: Wer Kinder will, sollte sein Smartphone weniger nutzen

Eine neue Studie aus Südkorea liefert besorgniserregende Ergebnisse.

, 15:39 Uhr
Studie: Wer Kinder will, sollte sein Smartphone weniger nutzen
Farknot Architect/Shutterstock

Die Spermienkonzentration bei Männern in westlichen Industrieländern hat sich seit den 70er Jahren halbiert. Von Jahrzehnt zu Jahrzehnt wird es schwieriger, auf natürliche Weise Kinder zu zeugen. Je weniger Spermien im Ejakulat vorhanden sind, desto unwahrscheinlicher wird die natürliche Befruchtung.

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Die Ursache für diese Entwicklung sehen Forscherinnen und Forscher in verschiedenen Faktoren. Darunter beispielsweise der Einsatz von Chemie und Pestiziden in der Landwirtschaft und hormonwirksame Kunststoffe. Zudem fordert die Gesellschaft immer mehr Leistung, was zu Stress im Alltag oder sogar zu einem Burnout führen kann. Einen weiteren wichtigen Verursacher sieht die Wissenschaft in der ständigen Nutzung des Smartphones und den damit verbundenen Strahlen.

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Funkwellen wirken sich negativ auf Spermien aus

Forscher der südkoreanischen Universität Busan setzten sich nun mit dem Thema auseinander und fanden heraus, dass es tatsächlich eine Korrelation zwischen Mobilfunknutzung und verschlechterter Spermienqualität gibt. Die Wellen üben einen negativen Effekt auf die Konzentration, Beweglichkeit und Lebensfähigkeit der Spermien aus. Deshalb wird empfohlen, das Smartphone beispielsweise nicht in der Hosentasche zu tragen.

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„Männliche Mobilfunknutzer sollten versuchen, ihre Nutzung zu reduzieren, um ihre Spermienqualität zu schützen“, erklärt Bioinformatiker Yun Hak Kim. Die Wissenschaftler wollen künftig weitere Studien zu diesem Thema durchführen.