Studie klärt auf: So entsteht Sexsucht

Forscher fanden heraus, wo das ständige Verlangen herkommt.

, 18:28 Uhr
Studie klärt auf: So entsteht Sexsucht
Roman Samborskyi/Shutterstock

Gerade erst hat man seinen Orgasmus genossen und trotzdem ist das Verlangen nach Sex genau so groß wie vorher. Sexsucht wird auch hypersexuelle Störung genannt. Betroffene legen ein ständiges exzessives Sexverhalten an den Tag. Forscher beschäftigten sich nun mit der Frage, wie das unbändige Verlangen entsteht und was dagegen hilft.

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Zur Durchführung der Studie taten sich Wissenschaftler der University of Cyprus Medical School, der Umeå University und des Karolinska Instituts zusammen. Die Ergebnisse zeigen, dass ein bestimmtes Hormon an der Sexsucht beteiligt ist. Männer, die ein verstärktes Verlangen verspüren, haben zumeist mit erhöhten Oxytocinwerten im Blut zu kämpfen. Insgesamt wurden 64 Proben von Männern mit hypersexueller Störung und 38 Proben gesunder Männer untersucht.

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Oxytocin spielt entscheidende Rolle

Oxytocin ist auch als Liebes- und Kuschelhormon bekannt. Es sorgt für eine engere Bindung zwischen zwei Menschen und wird unter anderem bei einem Orgasmus ausgeschüttet. Sexsucht äußert sich im Grunde genommen wie jede andere Sucht es auch tut. Der Drang nach exzessivem Sex ist groß. Erhält man das, wonach man sich sehnt nicht, entsteht ein großer Leidensdruck.

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Eine Verhaltenstherapie kann nachweislich gegen eine Sexsucht helfen. Sie senkt zudem den Oxytocinspiegel. 30 Männer nahmen an einer solchen Therapie teil und erfuhren eine Verbesserung. Die Forscher machten darauf aufmerksam, dass das Hormon bei der Behandlung künftig als Angriffspunkt betrachtet werden sollte.

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