Porsche ersetzt Benzin durch Luft und Wasser

Porsche hat seinen Kult-Sportwagen 911 zum ersten Mal mit einem neuen Kraftstoff betankt, der nur aus Luft und Wasser besteht.

31.12.2022, 16:12 Uhr
Porsche ersetzt Benzin durch Luft und Wasser
Roman.S-Photographer / Shutterstock.com, kckate16 / Shutterstock.com
Anzeige

Benzin und Diesel sollen schon bald Geschichte sein. Immer mehr Autohersteller setzen auf Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Porsche hat sich nun für eine weitere Alternative entschieden. Seit Jahren feilt der Konzern bereits an synthetischen Kraftstoffen, die nun zum Einsatz kommen werden.

Dazu investierte Porsche in ein Unternehmen namens Highly Innovative Fuels, welches das Gemisch aus Luft und Wasser herstellt. Vor einigen Monaten wurde es bereits an einem GT4 RS getestet. Nun ist auch ein Porsche 911 erfolgreich mit dem neuen Kraftstoff gestartet.

Porsche: Jeder Mitarbeiter bekommt 9.700 Euro Prämie Porsche: Jeder Mitarbeiter bekommt 9.700 Euro Prämie
Anzeige
Camerasandcoffee/Shutterstock

Luft und Wasser

Aus Luft wird Kohlenstoff entzogen und mit Wasserstoff wird Methan erzeugt. Die Mischung wird in einen Kraftstoff umgewandelt, der genau so eingesetzt werden kann, wie Benzin oder Diesel. „Das Potenzial von eFuels ist enorm. Derzeit gibt es weltweit mehr als 1,3 Milliarden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Viele davon werden noch jahrzehntelang auf den Straßen unterwegs sein, und eFuels bieten den Besitzern bestehender Autos eine nahezu klimaneutrale Alternative. Als Hersteller von leistungsstarken und effizienten Motoren verfügt Porsche über ein breites Know-how im Bereich der Kraftstoffe“, erklärt Michael Steiner, Direktor von Porsches Forschung- und Entwicklungsabteilung.

Anzeige

Rund 170.000 Liter des Kraftstoffes werden jährlich in Chile produziert. In den nächsten Jahren sollen bis zu 548 Millionen Liter erzeugt werden. „Porsche setzt auf einen Doppel-E-Weg: E-Mobilität und eFuels als komplementäre Technologie. Mit der eFuels-Pilotanlage nimmt Porsche eine führende Rolle in dieser Entwicklung ein.“

Anzeige