Neues Gesetz kommt: Änderungen an Fleischtheke ab Februar

Bald wird es jedem auffallen: Durch ein neues Gesetz finden sich bald umfassende Änderungen bei Produkten aus der Fleischtheke. Kunden können sich jetzt vorab informieren, wars diese zu bedeuten haben.

21.01.2024, 13:50 Uhr
Neues Gesetz kommt: Änderungen an Fleischtheke ab Februar
Symbolbild © istock/sergeyryzhov
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Ab Februar greift das Gesetz: Änderungen an der Fleischtheke

Für Verbraucher ändert sich bald einiges, wenn sie Fleisch kaufen wollen. Durch ein neues Gesetz, welches ab Februar in Kraft tritt, finden sie Änderungen bei Produkten aus der Fleischtheke. Die Bundesregierung reagiert auf die Forderungen der Verbraucher nach mehr Klarheit beim Fleischkauf.

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Ab dem 1. Februar treten neue Kennzeichnungsvorschriften für Fleischprodukte in Kraft. Diese betreffen nicht nur verpackte Waren, sondern auch unverpacktes Fleisch von Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel, das in Supermärkten, Metzgereien, Hofläden und auf Wochenmärkten angeboten wird.

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Klarheit durch Herkunftsinformationen

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Die neuen Regeln, verpflichtend für Hersteller, erfordern detaillierte Angaben zur Herkunft des Fleisches. Sowohl das Aufzucht- als auch das Schlachtland müssen auf den Produkten durch kleine Schilder oder Bildschirmanzeigen ersichtlich sein. Die klaren Herkunftsangaben sollen Verbrauchern ermöglichen, informierte Entscheidungen zugunsten regionaler Wertschöpfung sowie Umwelt- und Tierschutzstandards zu treffen.

So haben die Kunden durch das neue Gesetz und den damit verbundenen Änderungen die Möglichkeit sich noch flexibler zu entscheiden. Denn durch umfassende Informationen ist es einfacher für den Kunden, die Entscheidung zu treffen, was er kaufen möchte und was nicht, so Experten.

Kennzeichnungspflicht für Gastronomie geplant

Die Initiative von Bundesagrarminister Cem Özdemir spiegelt das wachsende Interesse der Verbraucher an den Produktionsbedingungen von Lebensmitteln wider. Laut einer aktuellen Umfrage betrachten 85 Prozent der Befragten Informationen zu den Haltungsbedingungen von Tieren als wichtig, während 82 Prozent die Herkunftsangaben der Produkte als relevant erachten.

Die geplante nationale Erweiterung der Herkunftskennzeichnung wird nicht nur den Einzelhandel, sondern auch Restaurants und Gaststätten betreffen. Eine Abstimmung über einen entsprechenden Entwurf in der Bundesregierung ist für das Frühjahr 2024 geplant.

Tierhaltungslogo als weiterer Schritt zur Transparenz

Ein zusätzlicher Schritt in Richtung Transparenz ist das staatliche Tierhaltungslogo. Seit 2019 bieten große Supermarktketten freiwillige Kennzeichnungen mit dem Aufdruck „Haltungsform“ an. Minister Özdemir plant nun eine Pflichtkennzeichnung für inländische Erzeugnisse, beginnend mit Schweinefleisch. Das System wird fünf Kategorien umfassen, von der gesetzlichen Mindesthaltung bis hin zu Bio.

Das schlichte und sachliche Logo wird ein weißes, abgerundetes Rechteck mit dem Schriftzug „Tierhaltung“ und einer kleinen, schwarz umrandeten Fläche sein, die die Haltungsform anzeigt. Tierhalter haben bis Ende August 2024 Zeit, ihre Haltungseinrichtungen den Behörden zu melden. Die verpflichtende Kennzeichnung der Produkte soll dann ab September 2025 nach einer zweijährigen Übergangsfrist erfolgen. Diese Maßnahmen sollen Verbrauchern eine bewusstere und informierte Kaufentscheidung ermöglichen.