Neue Führerschein-Regeln: Was künftig auf Millionen Autofahrer zukommt

Die EU hat kürzlich über die neuen Führerschein-Richtlinien abgestimmt. Mit diesen Änderungen müssen Millionen Autofahrer jetzt rechnen.

03.03.2024, 11:50 Uhr
Neue Führerschein-Regeln: Was künftig auf Millionen Autofahrer zukommt
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Seit Monaten wird bereits über die Führerscheinreform diskutiert. Gleich mehrere Änderungen sollen auf die Autofahrerinnen und Autofahrer in Europa zukommen. Erst kürzlich sorgten geplante Fahrtauglichkeitstests für Senioren für reichlich Wirbel. Nun hat das EU-Parlament über die Vorschläge abgestimmt.

Senioren dürfen bereits aufatmen, denn der Vorschlag für verpflichtende Gesundheitschecks wurde abgelehnt. In 14 EU-Ländern ist der Test für die ältere Generation aber bereits Standard. Künftig soll es so gehandhabt werden, dass die Länder einzeln darüber entscheiden können, ob die besagte Tauglichkeitsüberprüfung für den Führerschein eingeführt wird oder nicht. Aber das EU-Parlament hat auch einige Neuerungen angenommen.

Führerschein: TÜV fordert Senioren zum Fahrtauglichkeitstest auf Führerschein: TÜV fordert Senioren zum Fahrtauglichkeitstest auf
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Diese Änderungen für den Führerschein wurden beschlossen

Mit den kommenden Änderungen möchte man die Sicherheit im Straßenverkehr in ganz Europa erhöhen. Angenommen wurde beispielsweise der Vorschlag, dass Verkehrssünder künftig in der gesamten EU bestraft werden können. Dabei kann also einem Fahrer, der beispielsweise in Italien betrunken am Steuer saß, auch in jedem anderen Land für dieses Vergehen der Führerschein entzogen werden. Bisher war dieses Vorgehen nur im Land des Verstoßes möglich. Zudem möchte man das Fahren bei Schnee und Glätte sowie das sichere Nutzen eines Telefons im Auto künftig zum Teil der Führerscheinprüfung machen. 

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Die angekündigten Neurungen fallen demnach wesentlich lockerer aus als gefordert. Jan Christoph Oetjen, verkehrspolitischer Sprecher der FDP, zeigte sich daraufhin erfreut: „Die Grünen Kontrollfantasien für unseren Führerschein haben heute keine Mehrheit gefunden.“ Es sei „völlig überzogen, Millionen von Menschen pauschal auf ihre Fahrtüchtigkeit zu testen“. Auch der ADAC sprach sich gegen die geforderten Fahrtests aus.

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