Nach Vergewaltigungswitz: Joyce Ilg postet erstes Videostatement

Auch dieses Statement finden ihre Follower mehr als fragwürdig.

, 12:00 Uhr
Nach Vergewaltigungswitz: Joyce Ilg postet erstes Videostatement
IMAGO / Future Image
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Vor wenigen Tagen hat die deutsche Comedy-Szene für einige Skandale gesorgt. Die Schauspielerin und YouTuberin Joyce Ilg hatte zu Ostern ein Selfie mit Luke Mockridge gepostet, dem im letzten Jahr einige Vergewaltigungsvorwürfe an den Kopf geworfen wurden. An dem Selfie gibt es erst einmal nichts zu bemängeln – für ihre Freunde will ihre Community sie nicht verurteilten – hätte sie unter dem Bild nicht geschrieben: „Hat hier irgendwer von euch Eier gefunden? Ich hab nur ein paar K.O.-Tropfen bekommen.“

Für diesen Spruch wurde die 38-Jährige von vielen Frauen und vor allem von vielen bekannten Persönlichkeiten stark kritisiert. Hier und da hat Ilg jedoch auch Zuspruch erhalten – unter anderem von Faisal Kawusi, der kurzerhand gefeuert wurde. Selbst hatte sich die Komikerin zu diesem Shitstorm jedoch noch nicht wirklich geäußert – in ihrer Instagram-Story postete sie zwar hin und wieder „Erklärungen“, hatte sich jedoch noch nicht persönlich vor der Kamera gezeigt. Doch das hat sich vergangenen Dienstag geändert, an dem die 38-Jährige ein 12-minütiges Statement-Video hochlud.

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„Ich bin Opfer von Dingen geworden“

Das Video-Statement soll eines von vielen sein – Joyce Ilg hat es als „Teil 1“ gekennzeichnet und erklärt, wieso sie sich nicht entschuldigt hat und es auch erstmal nicht wird: „Viele Leute ziehen aufgrund des Drucks zurück und entschuldigen sich. Das wollte ich nicht machen.“

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Weiterhin möchte sie gerne generell die Grenzen innerhalb der Gesellschaft sprechen – und damit auch über die Grenzen des Shitstorms, den sie gerade erfahren muss. „Ich höre mir gerne die andere Seite an. Aber es war eine Überflutung“, erzählt sie. Zudem gibt sie an, selbst „Opfer von Dingen geworden, wo ich noch nicht den Mut hatte, mich zu äußern. Ich würde mich nicht über die persönliche Leidensgeschichte einer Person lustig machen.“ Sie könnte jedoch verstehen, dass Betroffene ihren Gag persönlich nehmen. „Ich würde nie sagen: ‚K.O.-Tropfen sind harmlos‘. Wie krass wäre das denn?“