Messenger-Dienst „ICQ“ aus der Kindheit verschwindet: Im Juni ist alles vorbei

Die Betreiber schalten den Messenger-Dienst ICQ im Juni für immer ab.

26.05.2024, 14:30 Uhr
Messenger-Dienst „ICQ“ aus der Kindheit verschwindet: Im Juni ist alles vorbei
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Schon am 26. Juni endet eine Ära, denn ein wahres Internet-Urgestein verschwindet. In den 1990er Jahren war ICQ das Kommunikationsmittel der Wahl im Internet. Wer damals online war, kam an ICQ kaum vorbei. Doch nun ist Schluss – der Betreiber stellt den Dienst ein. Damals, in den frühen Tagen des Internets, waren ICQ und der MSN Messenger enorm beliebt und prägten die Art und Weise, wie Menschen weltweit miteinander kommunizierten.

Fast jeder kennt den legendären ICQ-Messenger

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Der Messenger ICQ, der 1996 von der israelischen Firma Mirabilis ins Leben gerufen wurde, war in den 1990er Jahren eines der wichtigsten Kommunikationsmittel im Internet. Zu einer Zeit, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, SMS teuer und Mobiltelefone noch nicht weit verbreitet waren, bot ICQ eine willkommene Alternative. Man konnte zu jeder Zeit Nachrichten und Bilder verschicken, die der Empfänger bei seiner nächsten Online-Verbindung erhielt – damals wählte man sich noch minutenweise per Modem oder ISDN ein. Der unverwechselbare „ohoh“-Sound und das Blinken des Programms, wenn eine Nachricht eintraf, sind vielen bis heute im Gedächtnis geblieben.

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Nachdem AOL den Dienst kurz nach seinem Start aufgekauft hatte, ging ICQ vor mehr als 15 Jahren in russische Hände über. Nun verkündet der Betreiber, der auch VK (einen russischen Facebook-Klon) betreibt, auf seiner Website das Ende von ICQ. Eine Begründung bleibt aus, als Alternative wird auf den VK Messenger verwiesen, der in Deutschland allerdings kaum Bedeutung hat. Mit dem Aufstieg anderer Plattformen und Apps wie WhatsApp verlor ICQ zunehmend an Relevanz.

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Der Funktionsumfang wurde seit Jahren nicht mehr erweitert und die Smartphone-App verschwand aus den App-Stores. Der Dienst konnte einfach nicht mehr mithalten. So werden wohl nur einige wenige Nostalgiker das vertraute „oh oh“ vermissen.

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