McDonald's-Revolution: Was ändert sich bei Big Mac und Co?

Was Kunden von den neuen Burgern erwarten können.

29.07.2023, 12:09 Uhr
McDonald
Patcharaporn Puttipon4289/Shutterstock
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McDonald's, der weltweit größte Burgerbrater, macht es offiziell. Gleich mehrere beliebte Produkte werden einem Refresh unterzogen. Das bedeutet, der Konzern ändert erstmals seit 50 Jahren etwas an seinem absoluten Verkaufsschlager, dem Big Mac. Dieser dreistöckige Burger ist über Jahrzehnte zum Synonym für das Design eines McDonald's-Burgers geworden. Ihn zu ändern ist daher ein gewagtes Unterfangen. 

Sein Aussehen kennt so gut wie jeder Mensch weltweit, der auch nur in der Nähe einer größeren Siedlung wohnt. Vorsicht ist also angesagt, will man nicht die Mengen und Massen an Kunden verprellen, die ein Restaurant mit den goldenen Bögen aufsuchen. Die meisten kommen nämlich dorthin, weil sie ganz genau wissen, dass alles, was sie an Produkten essen, überall immer gleich schmeckt. Da spielt es keine Rolle, ob der Big Mac am Kölner Bahnhof oder am Flughafen von Chicago gekauft wurde – er ist gleich.

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Um bei den Kunden für dieses Wagnis nicht durchzufallen, hat sich die deutsche Konzernspitze dazu entschieden, mit Werbeprofis wie der Agentur Scholz&Friends eine sogenannte 360°-Kampagne zu starten. Der alte Hit der Boygroup „Backstreet Boys“ mit dem Titel „I Want It That Way“ soll dabei unterstreichen, dass die Änderungen des Burgers angeblich auf Wunsch der Kunden erfolgt seien. Suggeriert wird, dass der Burger-Konzern nur seinen Kunden näher sein will. Ob das so aufgeht, wird die Zukunft und die Akzeptanz zeigen.

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McDonald's

So sieht der neue Big Mac aus

Mit den Worten: “Wir wollen unseren Klassiker neu denken“, hat der Konzern die Rezeptveränderung begonnen zu erklären. Er soll frischer und fluffiger sein, und dem hungrigen Esser ein neues Geschmackserlebnis bieten. Im Einzelnen haben sich zunächst die Buns, das sind die Burgerbrötchen, geändert. Sie sind nun im Umfang kleiner, aber dafür etwas höher. Auch die Zusammensetzung desselben soll sich geändert haben. Es handelt sich nach Aussagen von Stephanie Wolf, einer Medienmitarbeiterin von McDonald's, um ein sogenanntes „Brioche Bun“. Beim Big Mac soll es eine buttrige Note besitzen. Beim Royal TS soll es dagegen eher milchig schmecken.

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Die Anzahl der Sesamkörner, damals waren es ca. 400, sind angeblich so wie immer, wirken aber auf den offiziellen Werbefotos deutlich weniger. Das Fleisch soll an Form und Gewicht im altbekannten Zustand geblieben sein, allerdings mit einer geänderten Zubereitungstemperatur. Der Rest sind kleine Änderungen, allerdings mit Effekt. Zwiebeln wurden bisher erst beim Belegen auf die Burger gelegt, jetzt kommen sie schon beim Grillen auf das Fleisch. Dadurch werden sie karamellisiert, der Geschmack wird intensiver.

Die Hitze beim Toasten der Buns wurde erhöht. Das soll für längere Saftigkeit sorgen. Die allseits bekannte Sauce soll an Menge um 10 Gramm zugenommen haben. Auch der Käse hat eine andere Temperatur erhalten, um besser zu verlaufen und so seinen vollen Geschmack zu entfalten. Insgesamt sollen alle Burger frischer und fluffiger schmecken und dem Kunden den Eindruck vermitteln, es handele sich um hausgemachte Burger vom Grill im Garten. Auf der Habenseite für das Unternehmen steht außerdem eine etwas schnellere Garnierzeit bei allen neuen Verfahrensweisen. Zur Einleitung konnte letztes Wochenende der Big Mac zum Spezialpreis von 1 Euro gekostet werden. Voraussetzung dafür war die Nutzung der McDonald's-App sowie der dafür nötigen Registrierung.

Auf globaler Ebene hat der Konzern bereits in Australien, Belgien und Teilen der USA das neue Rezept umgesetzt – jetzt ist Deutschland so weit. Zu Preisänderungen hatte die Pressestelle sich nur so weit geäußert, als es „unverbindliche Empfehlungen“ seien und die Franchise-Nehmer letztlich mitbestimmen. Schlussendlich kommt es natürlich auf den Geschmack an. Und der ist, so berichten die ersten Testesser, immer noch der, eines Big Macs – zum Glück.