Kleinanzeigen: Das sind die Maschen der Betrüger

Wer bei Kleinanzeigen kauft, macht nicht nur Schnäppchen, denn hier finden sich auch jede Menge Betrüger ein. Wir erklären ihre Maschen.

16.12.2023, 16:50 Uhr
Kleinanzeigen: Das sind die Maschen der Betrüger
IMAGO / Rüdiger Wölk
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Bei Kleinanzeigen auf Schnäppchen-Jagd

Auf Kleinanzeigen, vormals ebay Kleinanzeigen, finden viele gebrauchte Sachen ein neues Zuhause. So werden noch gute Kleidung, Bücher oder Haushaltsgegenstände in gute Hände weitergegeben und müssen nicht entsorgt werden. Wer Gebrauchtes kauft oder verkauft, trägt somit auch zum Umweltschutz bei.

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Viele finden hier auch wahre Schnäppchen. Der ein oder andere hat hier schon schöne gebrauchte Möbel oder ein Fahrrad für das eigene Kind gefunden. Auch seltene Dinge oder solche, die man heutzutage gar nicht mehr kaufen kann, gibt es bei Kleinanzeigen zu kaufen. Es ist also kein Wunder, dass sich hier viele Käufer und Verkäufer tummeln. Doch leider suchen hier auch viele Betrüger nach ihren Opfern.

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Vorsicht vor diesen Maschen

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Dabei gehen die Kriminellen sehr geschickt vor. Da Kleinanzeigen über bestimmte Sicherheitsvorkehrungen verfügt, sind sie darauf bedacht, die Kommunikation auf andere Wege umzuleiten. Solche Menschen bitten dann darum, dass man sich über den Messenger, per Kurznachricht oder über Email austauscht.

Im nächsten Schritt behaupten die Betrüger, dass sie die Ware nicht selbst abholen können, sondern jemanden schicken, der dies für sie tut. Also soll man als Verkäufer dann die Abholung der Ware per Kurier akzeptieren. Lässt man sich darauf ein, bekommt man den Link zu einer gefälschten Webseite geschickt.

Von dieser Webseite aus führt dann ein weiterer Link auf einen gefälschten Zahlungsdienst. Hier sind bereits alle Informationen zum Kauf hinterlegt. Man findet dort die eigene Adresse, den Kaufpreis und die angebotene Ware. Alles scheint echt zu sein.

Anschließend soll man seine eigenen Kreditkarten- oder Kontoinformationen eingeben. Dies dient dazu, dass man angeblich sein Geld bekommt. Natürlich wollen die Kriminellen so nur alle benötigten sensiblen Daten abgreifen.

Das raten die Verbraucherschützer

Weil diese Maschen immer wieder angewandt werden und viele Menschen darauf reinfallen, gibt der Verbraucherschutz einige Tipps. Damit die Sicherheitsvorkehrungen von Kleinanzeigen nicht umgangen werden, sollte man unbedingt ausschließlich über dieses System kommunizieren.

Man sollte als Verkäufer niemals Geld überweisen und auch keine Vermittler wie einen Kurierdienst akzeptieren. Die Ware sollte am besten vom Käufer persönlich abgeholt werden. Angebliche Zahlungseingänge sollten stets mit dem eigenen Konto abgeglichen werden. Am besten sollte man das Geld bar in Empfang nehmen. Der Verbraucherschutz rät generell davon ab, ins Ausland zu verkaufen.