Volles Girokonto: So viel Geld sparen die Deutschen 

Das Guthaben auf dem Girokonto der Deutschen steigt an. So viel Geld wird hierzulande durchschnittlich gespart.

08.01.2024, 09:15 Uhr
Volles Girokonto: So viel Geld sparen die Deutschen 
Aida Servi/Shutterstock
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Die Deutschen waren schon immer ein Volk der Sparer. Getreu dem Motto: „Spare in der Zeit, so hast Du in der Not“, legen sich die Deutschen gerne mehr Geld als nur den absoluten Notgroschen auf die Seite. In der letzten Zeit jedoch wird es dem durchschnittlichen Sparer immer schwerer gemacht, seine Gewohnheiten weiter fortzuführen. Die Inflation ist dabei nur ein Faktor. Zusätzlich wirken gestiegene Lebenshaltungskosten, Energiepreise und die kalte Progression heftig auf den Verbraucher ein, sodass am Ende des Monats eben deutlich weniger an Geld übrig bleibt, was man dann auf seinem Girokonto ansparen könnte.

Auch in Hinblick auf Sparzinsen lohnt sich das kaum, denn die Banken gewähren so wenig, dass der übliche Zinssatz kaum oder gar nicht mehr mit der Inflation Schritt halten kann. Mag das Geld auf dem Konto auch mehr werden, es wird halt auf Dauer an Kaufkraft verlieren. Immerhin ist Sparen dennoch eine Tugend die sich auch die heutige „Generation Z“ zu eigen gemacht hat und geradezu vorbildlich mit den Rücklagen haushaltet. Einen sehr starken Aufschwung an Ersparnissen war ausgerechnet während der Corona-Pandemie zu verzeichnen. Das beweist, das auch in schweren Zeiten einige positive Eigenschaften zum Vorschein kommen können.

Analyse zeigt, wie viel Geld jedem Deutschen zur freien Verfügung steht Analyse zeigt, wie viel Geld jedem Deutschen zur freien Verfügung steht
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Die Deutschen stellen Rekorde beim Sparen auf

Selbstverständlich ist dabei aber auch zu berücksichtigen, dass es in einem Shut-Down und in Zeiten, in denen das Reisen verboten war, ganz zwangsläufig zum Sparen kommen muss – es gab ja auch deutlich weniger Gelegenheiten, Geld auszugeben. Dadurch wuchs das Vermögen des deutschen Sparers durchschnittlich um ein Drittel auf rund 316.000 Euro an. Aber auch nach den direkten Auswirkungen der Pandemie wurde hier in Deutschland nicht plötzlich das Geld verprasst.

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Der Umgang mit den Ersparnissen blieb weiter vorsichtig und umsichtig. Zu erkennen war das am Einkaufsverhalten rund um die traditionell umsatzstarke Weihnachtszeit. Wie die Bundesbank über vorliegende Statistiken mitteilte, sparen die Deutschen auch auf ihren Girokonten. Hier wird vor allem nach Altersgruppen unterschieden. Dabei liegt das durchschnittliche Volumen bei 16- bis 24-Jährigen bei 1.400 Euro, vom 24. bis zum 34. Lebensjahr beträgt es rund 2.200 Euro und bei den 44- bis 64-Jährigen liegt dann rund 3.100 Euro auf dem Girokonto.

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Die ältere Generation spart am meisten Geld

Noch sparsamer sind die Menschen in Deutschland, wenn sie das 75. Lebensjahr überschritten haben. Dann sammelt sich durchschnittlich etwa 4.200 Euro an Girokonto-Guthaben an. Schwierige Zeiten zeigen eben auch Tugenden auf. Am Schluss noch das gesamte Sparvermögen der Deutschen, denn das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland ist im ersten Quartal des Jahres 2023 um rund 146 Milliarden Euro angestiegen und betrug zum Quartalsende rund 7,393 Billionen Euro! Mehr spart kaum eine Nation pro Einwohner.