Erneut Starkregen für das Wochenende angekündigt

Der Deutsche Wetterdienst macht eine beunruhigende Prognose.

, 00:53 Uhr
Erneut Starkregen für das Wochenende angekündigt

Erst letzte Woche sorgte das Unwetter in vielen Bereichen in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz für Überschwemmungen. Neben der zerstörten Infrastruktur, deren Wiederaufbau mehrere Monate in Anspruch nehmen wird, haben mehr als 170 Menschen durch die Katastrophe ihr Leben verloren. Noch bevor dies verdaut werden konnte, zeichnet sich nun am kommenden Wochenende erneut Starkregen ab.

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Dieses Mal kein Stark- und Dauerregen zusammen

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Ausgelöst wurde die Katastrophe in Deutschland durch das Brechen von Dämmen, die das Wasser normalerweise zurückhalten. Die Sicherheitsvorkehrungen sind normalerweise auch für Extremfälle wirksam. Das Problem beim letzten Mal stellte die Kombination aus Dauer- und Starkregen dar. Normalerweise treten beide Phänomene nicht zusammen auf.

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In der Hinsicht gibt es zunächst einmal Entwarnung. Es kann zwar noch nicht genau hervorgesehen werden, wo der Starkregen dieses Mal größtenteils wüten wird, doch es soll keine Kombination aus Dauer- und Starkregen auftreten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht aktuell von regionalen Regenfällen am Samstag Nachmittag sowie Abend aus. Aller Voraussicht nach wird die Region rund um die Eifel erneut zu den betroffenen Gebieten gehören.

Böden in NRW sind noch feucht

Sorgen machen sich auch viele Bewohner in NRW. Gerade, wenn die Böden noch sehr feucht sind, können diese kein Wasser aufnehmen. Dadurch ist das Risiko für Hochwasser umso höher. Bernd Mehlig, Hochwasser-Experte beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV), sieht in der Feuchtigkeit des Bodens eine große Gefahr: „Die nehmen natürlich nicht so viel Wasser auf, wie wenn es ein paar Wochen trocken gewesen wäre.“

Vor allem den Kreis Düren bei Köln erreichten viele Anrufe besorgter Bürger. Hier hatte das Schlimmste zuletzt abgewendet werden können. Auch für das kommende Wochenende erwartet der Kreis keine Katastrophe: „Der Wasserverband hat in Urft- und Rurtalsperre wieder Stauraum geschaffen, sodass die am Wochenende nach den jetzigen Warnungen zu erwartenden Niederschläge aufgenommen werden können . Hinzu kommt, dass die Böden wieder beginnen zu trocknen und damit schon wieder einen Teil des Wassers aufnehmen können“, so der Kreis Düren in einer Pressemitteilung.

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