Deutsches Tech-Unternehmen insolvent: Müssen Kunden nun auf die Produkte verzichten?

So soll es jetzt mit dem Unternehmen aus Bocholt weitergehen.

24.09.2023, 19:26 Uhr
Deutsches Tech-Unternehmen insolvent: Müssen Kunden nun auf die Produkte verzichten?
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Momentan rollt noch immer eine regelrechte Insolvenzwelle über Deutschland. In den vergangenen Wochen ging gleich mehreren Unternehmen das Geld aus. Einige Traditionsfirmen stecken in weitreichenden finanziellen Schwierigkeiten.

Nun trifft es ein weiteres deutsches Unternehmen. Der Umsatz brach in den vergangenen Wochen ein und man geriet in eine Schieflage. Der bekannte Smartphone- und Festnetztelefonhersteller Gigaset gab kürzlich bekannt, zahlungsunfähig zu sein. Gleich mehrere Faktoren haben zu der Insolvenz geführt. Einerseits sei die Kaufzurückhaltung in Deutschland und Europa schuld.

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Gigaset verzeichnet Umsatzeinbruch

Das führte zu einem erheblichen Umsatzrückgang im zweiten Halbjahr 2023. Zudem gab es eine unter der Planung liegende Geschäftsentwicklung. Die Gigaset Communications GmbH entschied sich für ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Doch was soll nun mit den Produkten passieren? Bisher heißt es, dass man die Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebstätigkeiten für die DECT-Schnurlostelefone auch zum aktuellen Zeitpunkt „unverändert fortführen“ möchte.

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„Gigaset ist es während der letzten Jahre nicht gelungen, den Rückgang im Kerngeschäft mit DECT-Schnurlostelefonen durch die richtigen Weichenstellungen in den neuen Geschäftsbereichen zu kompensieren“, erklärte Vorstandschef Magnus Ekerot. Obwohl es sich um Europas Marktführer im Bereich der DECT-Schnurlostelefone handelt, müssen nun Rettungsmaßnahmen ergriffen werden. Zu diesem Zweck ist eine Restrukturierung des operativen Geschäftsbetriebes vorgesehen. 

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