Corona: Zahlen zu Impfschäden veröffentlicht

Erste Zahlen zeigen, wie viele Personen in Deutschland einen Antrag auf Entschädigung gestellt haben.

, 16:02 Uhr
Corona: Zahlen zu Impfschäden veröffentlicht
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In Deutschland wurden mittlerweile 163,6 Millionen Dosen der Covid-Impfstoffe verabreicht. Die meisten Personen spüren nach der Impfung lediglich Symptome wie ein leichtes Krankheitsgefühl oder Schmerzen an der Einstichstelle. In manchen Fällen kann es jedoch auch zu schweren Nebenwirkungen oder sogar zu Impfschäden kommen.

Das Infektionsschutzgesetz besagt, dass ein Impfschaden als „die gesundheitliche und wirtschaftliche Folge einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung durch die Schutzimpfung“ definiert wird. Dabei kommt es darauf an, dass die Schädigung von Dauer ist. Konkret geht es um einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten. Andere Nebenwirkungen, die in sechs Monaten komplett ausgeheilt sind, gelten nicht als Impfschaden.

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1219 Anträge auf Entschädigung

Ob ein dauerhafter Impfschaden vorliegt, wird von den zuständigen Behörden geprüft. Dazu ist beispielsweise ein fachärztliches Gutachten nötig. Bis zum 13. Januar 2022 wurden in Deutschland 1219 Anträge auf Entschädigung nach einem Impfschaden gestellt. Wie der „Stern“ berichtete, wurden bis zu diesem Zeitpunkt erst 54 bearbeitet und 18 bewilligt. Um welche Schäden es sich genau handelt, wurde aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht.

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Betroffene können laut RKI mit einer Entschädigung rechnen: „Wer durch eine öffentlich empfohlene Schutzimpfung einen Impfschaden erlitten hat, erhält auf Antrag Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz.“ Die Heil- und Krankenbehandlung wird übernommen und gegebenenfalls eine Grundrente ausgezahlt.

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Insgesamt sind schwere Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung sehr selten. Das Paul-Ehrlich-Institut veröffentlichte am 23. Dezember 2021 einen Sicherheitsbericht über „Nebenwirkungen und Impfkomplikationen“ im Zeitraum vom 27.12.2020 bis zum 30.11.2021. Demnach gab es 26.196 gemeldete Verdachtsfälle von schweren Impfkomplikationen in Deutschland. Bei über 30 Prozent der Betroffenen waren zum Zeitpunkt der Meldung bereits keine Symptome mehr vorhanden und der normale Gesundheitszustand wieder hergestellt.