Corona: Christian Drosten mit düsterer Prognose für den Herbst

Der Virologe rechnet mit erneuten Einschränkungen im Oktober.

, 12:20 Uhr
Corona: Christian Drosten mit düsterer Prognose für den Herbst

Der Virologe Christian Drosten äußerte sich kürzlich zur Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland. Seine Prognose für den beginnenden Herbst sieht allerdings alles andere als rosig aus. „Gelassen in den Herbst zu gehen, ist eine gewagte Vorstellung“, sagte der 49-Jährige in einem Podcast des NDR.

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Er rechnet fest damit, dass es erneute Kontaktbeschränkungen geben wird, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Der Virologe glaubt außerdem, dass man die Auswirkungen der Pandemie noch jahrelang zu spüren bekommen wird. Des Weiteren kritisierte er den schleichenden Impffortschritt in der Bevölkerung: „Wir müssen unbedingt an der Impfquote arbeiten. Mit dieser Impfquote können wir nicht in den Herbst gehen, das reicht absolut nicht aus“, plädierte er in einem Interview mit dem Deutschlandfunk erneut an die Bürger und Bürgerinnen.

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61,7 Prozent gelten als vollständig geimpft

Bei den unter 60-Jährigen müssten 85 Prozent geimpft sein sowie 90 Prozent bei den über 60-Jährigen. Aktuelle Hochrechnungen des Robert-Koch-Instituts sollen diese These ebenfalls bestätigen. Momentan gelten in der Bundesrepublik 61,7 Prozent der Gesamtbevölkerung als vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Der Impferfolg sei laut Drosten ein entscheidender Faktor, hinsichtlich der Entwicklung der Fallzahlen im Herbst.

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Erste Städte und Landkreise reagieren bereits auf die sich ausbreitende vierte Infektionswelle der Pandemie. Im bayerischen Rosenheim gelten seit kurzem nun auch Kontakteinschränkungen für Geimpfte und Genesene. In Baden-Württemberg kündigte man einen sogenannten „Lockdown für Ungeimpfte“ an, sollte die Intensivbettenbelegung die 250 überschreiten.

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