Benzinpreis-Explosion: Sprit soll in wenigen Monaten noch teurer werden

Eine interne Rechnung offenbart, dass es demnächst einen ordentlichen Aufpreis pro Liter geben könnte.

, 11:26 Uhr
Benzinpreis-Explosion: Sprit soll in wenigen Monaten noch teurer werden

Die Bundesregierung muss alle zwei Jahre den sogenannten „Projektionsbericht“ vorlegen. Dieser zeigt, wie gut Deutschland im Kampf gegen den Klimawandel weiterkommt. Darin geht es um die eigenen Ziele der Klimapolitik sowie um die des Pariser Klimaabkommens. Der aktuelle Bericht verspätet sich allerdings. Dies liegt unter anderem an der Corona-Krise sowie an EU-Vorgaben und der Abstimmung zwischen den Politkern und Politikerinnen.

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Das „Handelsblatt“ hatte allerdings schon früher Einsicht in die besagten Unterlagen und berichtete kürzlich über den Inhalt der Dokumente. Darin ging es unter anderem um die Erhöhung des Benzinpreises. Dieser könnte in den kommenden Jahren um ganze 70 Cent pro Liter teurer werden. Für eine Familie mit zwei Autos, die auf dem Land wohnhaft ist, könnte dies Mehrkosten von fast 1.800 Euro im Jahr zur Folge haben. Auf eine Familie in der Stadt kämen 700 Euro extra zu.

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Klimaziel um sieben Millionen Tonnen verfehlt

Laut dem Bericht wird Deutschland seine Klimaziele im Verkehrsbereich 2021 um sieben Millionen Tonnen verfehlen. Je weniger und langsamer die Politik in der Vergangenheit auf den Klimawandel reagiert hat, desto schneller soll nun gehandelt werden. Das werden die Bürger und Bürgerinnen durch teure und kurzfristige Maßnahmen zu spüren bekommen.

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Die Ursache für den explosionsartig ansteigenden Benzinpreis liegt im sogenannten CO2-Preis. Dieser liegt laut dem „Focus“ aktuell noch bei 25 Euro pro Tonne CO2. Je teurer das Tanken und die Erhaltung eines Autos mit Verbrenner in Zukunft wird, desto eher wird die Bevölkerung auf eine elektronische Alternative umsteigen. Und genau das ist das Ziel der Bundesregierung. Im Jahr 2045 soll Deutschland klimaneutral sein.

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