73 Millionen Produkte verschwinden vom Markt – Bundesnetzagentur greift durch

Die Bundesnetzagentur hat kürzlich ganze 73 Millionen Produkte aus dem verkehr gezogen. Was hinter dem drastischen Schritt steckt.

04.02.2024, 19:50 Uhr
73 Millionen Produkte verschwinden vom Markt – Bundesnetzagentur greift durch
Cinemato/Shutterstock
Anzeige

Die Bundesnetzagentur hat kürzlich ganze 73 Millionen Produkte vom Markt genommen. Tatsächlich handelt es sich um Ware, die für die Kunden eine potenzielle Gefahrenquelle darstellen kann. Rund 8.100 verschiedene Gerätetypen sind von der Sanktionierung betroffen. Sie überraschten mit teils erheblichen Mängeln. Zudem entsprachen sie oft nicht den gesetzlichen Anforderungen.

Allein im Online-Handel waren 64 Millionen Produkte betroffen. Im Vergleich zum Jahr 2022 hat sich die Anzahl der unzulässigen Geräte somit verfünffacht. Damals waren „nur“ 13 Millionen Produkte betroffen. Zumeist stammen die Geräte aus Drittstaaten und werden dann online vertrieben.

„Verbot gilt in wenigen Tagen“: Millionen Produkte von neuem Gesetz betroffen „Verbot gilt in wenigen Tagen“: Millionen Produkte von neuem Gesetz betroffen
Anzeige
Tobias Arhelger/Shutterstock

Diese Produkte sind von der drastischen Maßnahme betroffen

Oft locken die Verkäufer mit besonders günstigen Preisen und sparen natürlich gleichzeitig bei der Erfüllung der Anforderungen. Eigentlich darf ein Gerät, das formale Mängel aufweist, in Deutschland gar nicht verkauft werden. Bei den Produkten, die aus dem Verkehr gezogen wurden, handelt es sich zum Beispiel um Stromsparboxen und smarte, funkgesteuerte Steckdosen. In Kooperation mit dem Zoll wurde zudem für mehr als 860.000 Waren ein Einfuhrverbot festgelegt. 

Anzeige

Schlimmstenfalls können die besagten Steckdosen zu elektrischen Schlägen führen oder einen Brand auslösen. Auch Wechselrichter für Balkonkraftwerke wurden vom Markt genommen. Sie können Frequenzbereiche stören, die von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten genutzt werden. Zudem wurden Drohnen verkauft, die mit sicherheitsrelevanten militärischen Frequenzbereichen arbeiten. Des Weiteren wurden fehlende CE-Kennzeichnungen sowie nicht vorhandene Angaben zum verantwortlichen Wirtschaftsakteur in der EU zum Problem. 

Anzeige