In Deutschland breitet sich momentan die Ameise der Art Tapinoma magnum aus. Das Insekt kann sich sogar unter Mauern her graben. In Süddeutschland wurden teils große Kolonien nachgewiesen. Experten schlagen nun Alarm und warnen vor der Entwicklung, die für die Infrastruktur der Bundesrepublik zum Problem werden kann.
Die große Drüsenameise ist insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen heimisch. Teilweise ist von einer richtigen Invasion die Rede. Die Insekten unterhöhlen beispielsweise Gehwege und Straßen. Doch auch in den eigenen vier Wänden ist man vor der Ameise nicht sicher. Sie dringt nämlich sogar in Häuser ein.

Tapinoma magnum: Deshalb kann die Ameise in Deutschland Schaden anrichten
Die Anwohner versuchen die Plage mit Gift zu bekämpfen, doch sämtliche Mittel scheinen wirkungslos zu sein. „Es gibt bislang nichts, was gesichert gegen die invasive Ameise wirkt“, erklärte Gregor Koschate, Umweltbeauftragter der Stadt Kehl. Vor Ort wird unter anderem Heißschaum eingesetzt, der aus Maisstärke besteht. Dieser Schaum wird auf die Nester der Insekten gesprüht – mit mäßigem Erfolg. Experten erklären, dass das Problem größer sei als bisher angenommen. Denn die Tapinoma-Ameise zerstörte kürzlich sogar Internetkabel und legte das Netz lahm.
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Der Biss der Ameisenart kann zu unangenehmen Symptomen führen
Ursprünglich stammt Tapinoma magnum aus dem Mittelmeerraum. Sie ist größtenteils schwarz und fällt durch ihre braunen Details an den Beinen auf. Man sollte zurückhaltend sein, wenn man auf das Insekt trifft, denn die Ameisenart kann beißen. Ein Biss ist für den Menschen zwar ungefährlich, er kann aber dazu führen, dass das Sekret des Tieres von der Haut aufgenommen wird. Die Folge sind lokale Reizungen und allergischen Reaktionen. Allergiker sollten demnach besonders vorsichtig sein. Noch ist unklar, wie die Ausbreitung weiter bekämpft werden kann. Vorerst muss ein geeignetes Mittel gefunden werden, welches gleichzeitig nicht umweltschädlich ist.
