Wer WhatsApp auf einem Gerät nutzt, das noch mit einer älteren Android- oder iOS-Version läuft, muss sich künftig umstellen. Denn ab dem heutigen 8. September verlieren zahlreiche dieser Geräte den Zugriff auf den Messenger. Darüber berichtete das stets gut informierte Portal „WABetaInfo“ bereits im April; jetzt ist es so weit. Das bedeutet, dass der beliebte Messenger auf den entsprechenden Geräten nicht mehr nutzbar sein wird.
Neue Funktionen sind der Grund für das Support-Ende
Grund für die Umstellung sind vor allem neue Funktionen, die für die alten Systeme nur schwierig oder gar nicht mehr umsetzbar wären. Ab September werden deshalb alle Versionen, die älter als Android 6.0 sind, nicht mehr unterstützt. Das betrifft also konkret Nutzerinnen und Nutzer, deren Geräte noch mit den als „Lollipop“ bekannten Versionen Android 5.0 und 5.1 laufen.
Auch Apple-Nutzerinnen und -Nutzer müssen sich umstellen, haben allerdings eine etwas längere Frist. Ab dem 30. November verlieren aber auch mit dem Apple-Betriebssystem alle den Zugriff auf WhatsApp, die eine ältere OS-Version als iOS 15.5 haben.
Der Vorgang ist an und für sich nichts Ungewöhnliches. Neue Funktionen, die auch WhatsApp fortlaufend implementiert, erfordern immer höhere technische Anforderungen. Bei einer gleichzeitig schrumpfenden Nutzerschaft älterer Software lohnt sich der Aufwand für die Anbieter irgendwann schlicht nicht mehr, Lösungen dafür zu finden, dass die neuen Funktionen auch in alten Systemen funktionieren. Dabei geht es auch um die Stabilität und Sicherheit aller Versionen.
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Das können betroffene WhatsApp-Nutzer tun
In den Einstellungen des Geräts lässt sich schnell überprüfen, ob man selbst davon betroffen ist. Das lässt sich im Bereich „Über das Telefon“ und anschließend unter „Android-Version“ herausfinden. Je nach installierter Version kann der Punkt auch noch „Geräteinformationen“ oder „Softwareinformationen“ heißen.
Wie unter anderem „9to5google“ berichtet, sind nur etwa 0,4 Prozent aller Android-Nutzerinnen und -Nutzer von der Abschaltung betroffen. Bei einer geschätzten Anzahl von bis zu 4,5 Milliarden aktiven WhatsApp-Nutzerinnen und -Nutzern weltweit sind das aber immer noch 18 Millionen Personen, für die die Umstellung potenziell relevant sein könnte. Bei Apple könnte es sich schätzungsweise um etwa 1 Prozent der Nutzerschaft handeln.
Als Lösung bleibt lediglich ein Upgrade auf eine neuere Android- beziehungsweise iOS-Version, was sich auch aus zahlreichen anderen Gründen empfiehlt. Allerdings ist das unter Umständen bei älteren Geräten nicht mehr möglich. Wer WhatsApp dennoch weiter nutzen möchte, muss dann also ein gänzlich neues Endgerät dafür kaufen. Zudem sollte man Bilder und Daten aus dem Messenger sichern, die man nicht verlieren möchte.

