Apple stellt neuen Mac Mini vor: Kleines Gehäuse, großer Preis

Apple stattet seine Desktop-Computer Mac Mini und Mac Studio mit neuen Chips aus. Nutzer bekommen dadurch mehr Leistung, müssen aber auch deutlich mehr bezahlen.
Apple stellt neuen Mac Mini vor: Kleines Gehäuse, großer Preis
Shutterstock / Jonathan Weiss

Neben seinen MacBooks und iMacs hat Apple mit dem Mac Mini und dem Mac Studio auch richtige Kleincomputer im Portfolio. Das Konzept hat sich für den Tech-Giganten längst zu einem wichtigen Standbein entwickelt. Die kleinen Gehäuse sind äußerst beliebt, da sie zudem auch angesichts der neuen Leistungsvoraussetzungen für die boomenden KI-Anwendungen beste Ausstattung und dabei dennoch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

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Vor allem der Mac Mini ist in diesem Kontext beliebt; nun hat Apple seinen kleinsten Computer mit einem neuen Chip, dem M6 beziehungsweise M5 Pro ausgestattet. Gleiches gilt für den etwas größeren Mac Studio. Mit den hauseigenen Chips sollen die beiden Geräte noch besser auf KI-Leistung abgestimmt sein und generell eine verbesserte Performance bieten.

Dass das Ganze für Nutzerinnen und Nutzer teuer werden könnte, war bereits vermutet worden. Die anhaltende Hardware-Krise – vor allem im Chip-Bereich – hinterlässt auch bei Apple Spuren. Die Folge ist, dass der Mac Mini, der immerhin der günstigste Einstiegscomputer des Herstellers ist, jetzt mehr als 1.000 Euro kostet.

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Mac Mini mit erneutem Preissprung

Aufgrund der Hardware-Krise setzte Apple den Preis für sein Mini-Modell bereits im Mai nach oben. Statt einem Einstiegspreis von 699 Euro gilt seitdem der Preis von 949 Euro; beide Zahlen beziehen sich jeweils auf die Variante mit dem kleinsten Speicher. Mit der neuen Ausstattung kostet der Mac Mini dann künftig 1.049 Euro. Für diesen Preis bekommt man die Variante mit M6-Chip und Basisausstattung, also 16 GB RAM, 256 GB Speicher und 2,5 Gigabit Ethernet. Mehr Speicher und Leistung kosten entsprechend mehr.

M6 Chip

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  • 16 GB RAM: 1.049 Euro
  • 24 GB RAM: + 220 Euro
  • 32 GB RAM: + 440 Euro
  • 256 GB Speicher: 1.049 Euro
  • 512 GB Speicher: +220 Euro
  • 1 TB Speicher: +550 Euro
  • 2 TB Speicher: +1.100 Euro
  • 2,5 Gigabit Ethernet: 1.049 Euro
  • 10 Gigabit Ethernet: +110 Euro

Beim leistungsstärkeren M5-Pro-Chip kann man zusätzlich die Rechenleistung auswählen. Der Basispreis liegt in diesem Fall bei 1.999 Euro und umfasst eine 15-Core CPU und 16-Core GPU, 24 GB RAM, 512 GB Speicher und ebenfalls 2,5 Gigabit Ethernet.

M5 Pro Chip

  • 15-Core CPU, 16-Core GPU: 1.999 Euro
  • 18-Core CPU, 20-Core GPU: +220 Euro
  • 24 GB RAM: 1.999 Euro
  • 28 GB RAM: +660 Euro
  • 64 GB RAM: +1.100 Euro
  • 512 GB Speicher: 1.999 Euro
  • 1 TB Speicher: +330 Euro
  • 2 TB Speicher: +880 Euro
  • 4 TB Speicher: +1.980 Euro
  • 8 TB Speicher: +4.180 Euro
  • 2,5 Gigabit Ethernet: 1.999 Euro
  • 10 Gigabit Ethernet: +110 Euro

Je nach Ausstattung liegt der Preis des neuen Mac Mini also zwischen 1.049 Euro (M6) und 7.609 Euro. Darüber hinaus kann man Lizenzen für Final Cut Pro und Logic Pro für einen Aufpreis vorinstallieren lassen.

Mac Mini in einer Hand
Shutterstock / Nara_money

Neue und leistungsstärkere Chips

Für diesen Preis bekommen Nutzerinnen und Nutzer laut Apple eine mindestens um 40 Prozent verbesserte CPU-Leistung (im Vergleich zum M4). Auch die GPU-Performance soll sich mindestens verdoppeln. Der M6-Chip ist Apples erster Mac-Prozessor, der im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird, und soll insbesondere Matrixberechnungen für KI-Anwendungen beschleunigen. In diesem Bereich soll die Leistung sogar um ein Vierfaches im Vergleich zum Vorgänger gesteigert werden.

Bei seinem Pro-Chip setzt Apple hingegen auf den M5 Pro, statt auf das 6er-Modell. Dadurch bietet der Hersteller innerhalb derselben Mac-Mini-Generation Prozessoren aus zwei verschiedenen Chipgenerationen an.

Apple rüstet auch den Mac Studio zur KI-Maschine auf

Auch der Mac Studio bekommt ein Upgrade auf den M5-Max-Chip und bekommt darüber hinaus eine M5-Ultra-Version. Dank 36 Hauptprozessor-Kernen und bis zu 80 Grafikkernen soll der Chip das lokale Training von KI-Modellen mit größeren Datensätzen möglich machen und natürlich auch in anderen Bereichen spürbar mehr Performance bieten. Bemerkenswert ist auch der gemeinsame Arbeitsspeicher von bis zu 512 GB. Damit können auch umfangreiche Sprachmodelle vollständig im Arbeitsspeicher des Rechners gehalten werden.

Beim Mac Studio bleibt, im Gegensatz zum Mac Mini, der Einstiegspreis unverändert bei 2.999 Euro. Alle neuen Mac-Modelle kann man ab sofort vorbestellen. Die Auslieferung erfolgt dann ab dem 22. September.