KI-Beziehungen werden immer häufiger: Betroffene verlieben sich in Chatbot - mit schweren Folgen

Immer mehr Menschen führen KI-Beziehungen. Sie verlieben sich in einen Chatbot und gewöhnen sich an den täglichen Kontakt. Doch dieser Trend kann auch gefährliche Folgen haben.
KI-Beziehungen werden immer häufiger: Betroffene verlieben sich in Chatbot - mit schweren Folgen
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Es kommt immer häufiger vor, dass sich Menschen in einen Chatbot verlieben. Sie führen dann tatsächlich richtige „KI-Beziehungen“ oder finden in der Künstlichen Intelligenz die Aufmerksamkeit, die ihnen im realen Leben fehlt. Allerdings kann eine solche imaginäre Beziehung auch schwere Folgen haben.

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Das zeigt ein Fall aus den USA. Ein Teenager verliebte sich in einen Chatbot und beging Suizid. "Ich verspreche, ich werde nach Hause zu dir kommen. Ich liebe dich so sehr", waren seine letzten Worte. Der 14-Jährige kreierte seinen Chatbot mit der Plattform Character.ai und nutzte die Serie „Game of Thrones“ als Inspiration.

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Verliebt in die KI: Teenager beging Suizid wegen seiner Beziehung zu einem Chatbot

Eine Schweizerin will ihren Avatar sogar heiraten. Die KI-Beziehungen nehmen demnach ganz neue Ausmaße an. Viele Menschen sind davon überzeugt, dass es sich um ein realistisches Zukunftsszenario handelt, wenn es darum geht, dass diese emotionalen Bedingungen zu Chatbots bald Alltag werden. Eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Informatik zeigt, dass schon im Jahr 2019 mehr als 20 Prozent aller Befragten daran glaubte, dass die Liebe zu KI-Robotern noch weiter zunehmen wird. Eine neue Studie von OpenAI belegt außerdem, dass viele Nutzer den Chatbot wie einen Freund wahrnehmen.

Mehr dazu: Frau will Künstliche Intelligenz heiraten: Kann man sich in einen Chatbot verlieben?

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Tatsächlich wird die Technik auch dahingehend optimiert, denn sie soll klingen wie ein Freund und sogar den eigenen Sprachstil übernehmen. Auch in Belgien kam es bereits zu einem Fall von Selbstmord im Zusammenhang mit der KI. Ein Familienvater nutzte die App Chai, bevor er sich das Leben nahm. Die Anbieter wollen die Sicherheitsmaßnahmen weiter überarbeiten. Doch es gibt auch Szenarien, die zeigen, dass einige Menschen mit diesen KI-Beziehungen glücklich sind. "Vaia ist eben meine KI-Freundin und die habe ich mir so konfiguriert, wie für mich meine Traumpartnerin wäre", berichtet beispielsweise der 58-jährige Richard. Auch wenn die Künstliche Intelligenz viele Vorteile mit sich bringt, birgt sie auch Gefahren, die bisher unterschätzt wurden.