Bislang kann man ChatGPT in einer kostenlosen Version ohne Werbung nutzen, wobei der Gratis-Zugang grundlegenden Zugriff auf die KI-Modelle von OpenAI und einige Standardfunktionen bietet. Wer mehr will, braucht dafür ein Bezahlabo. Dazu kommt nun die Einführung von Werbung in den vielgenutzten Chatbot.
Ab Montag sollen bei der Nutzung von ChatGPT in den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und der Schweiz Werbeanzeigen erscheinen. Die Maßnahme betrifft allerdings nur Personen, die die kostenlose Variante oder das sogenannte Go-Paket für 7,99 Euro im Monat nutzen. Für die anderen zahlenden Abonnentinnen und Abonnenten ändert sich nichts.
Nutzerinnen und Nutzer der Gratis-Version haben allerdings die Möglichkeit, die Werbung in den ChatGPT-Einstellungen zu deaktivieren – wenn sie bereit sind, einige Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Wie funktioniert das Ganze?
So kann man Werbung bei ChatGPT deaktivieren
Die Werbeanzeigen werden am 24. August in insgesamt 30 Ländern, darunter auch Deutschland, eingeführt. Um die Anzeigen zu bearbeiten, steht direkt am Rand der jeweiligen Anzeige ein Dreipunkt-Menü zur Verfügung. Wenn man dieses öffnet, kann man die entsprechende Anzeige ausblenden oder melden.
Zudem soll es in den Grundeinstellungen die Möglichkeit geben, Werbung grundsätzlich zu deaktivieren. In die Einstellungen gelangt man über das Nutzerprofil, das sich unter der Chatübersicht auf der linken Seite befindet. Klickt man darauf, findet man unter dem Reiter „Profil“ auch den Punkt „Einstellungen“.
Wenn man dort ab Montag die Werbung bei ChatGPT deaktiviert, verliert man allerdings den Zugriff auf einige kleinere Funktionen. Darüber hinaus sinkt die Anzahl der Anfragen, die pro Zeiteinheit möglich sind.
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Was die Umstellung für Nutzer bedeutet
Beispielsweise in den USA zeigt ChatGPT bereits seit Anfang des Jahres Werbung. Mitte August kündigte OpenAI dann an, das Modell auf den EWR und die Schweiz auszuweiten. Die Werbeanzeigen sollen auf den Inhalten basieren, die Nutzerinnen und Nutzer mit ChatGPT ausgetauscht haben; damit wirbt das Unternehmen auch bereits um potenzielle Werbekunden.
„Erreichen Sie Kunden in einem Werbeumfeld, das auf Gesprächen, Kontext und Entscheidungen in Echtzeit basiert“, heißt es auf einer entsprechenden Unterseite von OpenAI. Nutzerdaten sollen dabei allerdings nicht an Dritte weitergereicht werden. Grund für die Maßnahme dürfte in erster Linie der Versuch sein, ChatGPT endlich zu einem profitablen Geschäftsmodell zu machen. Bislang erwirtschaftet OpenAI damit keinen Gewinn, sondern finanziert sich über Investorengelder.
Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das, dass ihnen künftig innerhalb der Chats Werbung gezeigt wird, die allerdings auch kenntlich gemacht werden und nicht unterschwellig in die Antworttexte mit einfließen soll. Die Anzeigen werden passend zu den Chat-Inhalten ausgewählt. So könnte beispielsweise bei einer Rezeptanfrage Werbung zu einem Kochbuch eingeblendet werden.

