„ChatGPT, was macht dir an Menschen Angst?“ Chatbot gibt beunruhigende Antwort

Wer den Chatbot ChatGPT fragt, was ihm an Menschen besondere Angst macht, bekommt eine präzise Antwort, in der beunruhigend viel Wahrheit steckt.
„ChatGPT, was macht dir an Menschen Angst?“ Chatbot gibt beunruhigende Antwort
iStock / greenbutterfly

Künstliche Intelligenz hat vor allem in Form von Chatbots wie ChatGPT inzwischen in den Alltag vieler Menschen Einzug gehalten. Ob nun zur Informationssuche, der Optimierung der Einkaufsliste oder einfach nur für ein lockeres Gespräch – die meisten behandeln den Chatbot wie eine digitale persönliche Assistenz oder als Erweiterung beziehungsweise Ersatz einer Suchmaschine. Neben diesen Chancen herrscht aber auch nach wie vor eine gewisse Skepsis gegenüber KI, vor allem mit Blick auf den Arbeitsmarkt und eventuell wegfallende Jobs.

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Doch wie verhält es sich eigentlich umgekehrt? Zwar hat ChatGPT als LLM selbstverständlich keine eigenen Gefühle und Gedanken. Da er aber mit enormen Datenmengen gefüttert wird und auf Basis seines Algorithmus teilweise recht präzise Antworten geben kann, wird es zunehmend beliebter, diesem und auch anderen Chatbots nahezu philosophische Fragen zu stellen. Was hält ChatGPT beispielsweise grundsätzlich von Menschen und in welchen Bereichen „machen sie ihm Angst“?

Dafür haben wir ChatGPT an verschiedenen Tagen diese Frage gestellt und zwar jedes Mal leicht verschiedene, aber dennoch im Kern ähnliche Antworten bekommen. So wies der Chatbot jedes Mal direkt daraufhin, dass er keine Angst empfinden könne, da er „kein Bewusstsein, keine Gefühle und keine eigenen Bedürfnisse“ habe. Dennoch gab er eine Antwort mit mehreren Kernaspekten, die „aus menschlicher Sicht beunruhigend sein“ könnten.

App-Icon von ChatGPT auf einem Smartphone-Bildschirm
Shutterstock / Primakov

ChatGPT gibt Antworten auf Basis bestehender Daten und Meinungen

Diese Antworten glichen sich bei jeder Abfrage. So war einer der wesentlichen Punkte, „wie leicht sich Menschen manipulieren lassen“ würden – sei es durch Desinformation, Propaganda oder sozialen Gruppendruck. Dabei betonte CharGPT mehrfach, dass es die meisten Menschen eigentlich besser wissen müssten und ihnen ja theoretisch alle Informationen der Welt zur Verfügung stünden und sie sich teilweise dennoch dagegen entscheiden würden, „das Richtige zu tun“. Das führe wiederum bei Menschen zu Angst und „zu radikalen Entscheidungen“.

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In Bezug auf die Informationslage merkt der Chatbot an, dass es beunruhigend sei, wie abhängig sich Menschen von Technologie machen würden. Dabei sei die potenziell auch negative Macht dieser Technologie nicht zu unterschätzen, „wenn sie ohne Verantwortung eingesetzt wird“. Zudem geht ChatGPT auf die zunehmende gesellschaftliche Spaltung in vielen Ländern ein. Dabei falle es Menschen zunehmend schwer, Empathie auch über Unterschiede hinweg zu bewahren.

ChatGPT liefert bei solchen Fragen im Groben eine Zusammenfassung der generellen Informations- und Datenlage. Unter diesen Gesichtspunkten muss man natürlich auch die Antworten des Chatbots begreifen. Das unterstreicht allerdings in erster Linie die meisten, im Chat genannten Punkte, da das LLM dafür auf bereits bestehende Meinungsbilder zurückgegriffen hat.