Vorwürfe gegen die FIFA: Was steckt hinter den neuen Trinkpausen bei der WM 2026?

Plötzliche Unterbrechung im WM-Spiel: Die FIFA hat für das Turnier 2026 verpflichtende Trinkpausen eingeführt. Doch ist das Wohl der Spieler wirklich der Grund, oder geht es um mehr?
Vorwürfe gegen die FIFA: Was steckt hinter den neuen Trinkpausen bei der WM 2026?
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Bei der Fußball-WM 2026 gibt es eine neue Regel. In jedem Spiel müssen verpflichtend zwei Trinkpausen stattfinden. Der Schiedsrichter pfeift plötzlich ab und die Mannschaften machen sich auf den Weg zu ihren Wasserflaschen. Eine Neuerung, die nicht jedem gefällt und bereits für Kritik gesorgt hat.

Die FIFA gab schon im Dezember bekannt, dass es pro Halbzeit jeweils eine zusätzliche Pause während der WM geben wird. Diese Pausen dauern jeweils drei Minuten. Eingeplant sind die „Hydration Breaks“ nach rund 22 und 67 Minuten. „Die Unterbrechungen werden in allen Spielen vom Schiedsrichter angeordnet, um für alle Mannschaften in allen Spielen gleiche Bedingungen zu gewährleisten“, erklärte die FIFA.

Trinkpausen Symbolbild: Die deutsche Nationalelf bei der WM 2026
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Alles für die Werbung? Jürgen Klopp kritisiert Trinkpausen bei der Fußball-WM 2026

Die Trinkpausen finden auch statt, wenn es nicht heiß ist, was die Zuschauer bereits während des Spiels zwischen Deutschland und Curacao miterlebt haben. Denn in Houston herrschten milde Temperaturen in Höhe von 20 Grad. Doch während der Weltmeisterschaft, die diesmal in den USA, in Kanada und in Mexiko stattfindet, werden auch Temperaturen über 30 Grad erwartet. Zudem ist es oft schwül, was die Situation für die Spieler weiter erschweren kann. Da manche Stadien nicht klimatisiert sind, sollen diese Wettbewerbsnachteile ausgeglichen werden.

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Während der Trinkpause dürfen die TV-Sender Werbung schalten. Die Zuschauer sehen demnach auch während des Spiels Werbespots. „Als ich die Spieler während dieser Pause einfach dastehen sah, fragte ich mich, wem das eigentlich dient. Den Spielern? Den Fans? Oder doch den Werbetreibenden?“, fragte Jürgen Klopp am Sonntag. Er warf der FIFA vor, dass es sich um eine Bühne für Sponsoren handelt und gar nicht um eine gesundheitsfördernde Unterbrechung. „Früher war der Fußball das Hauptereignis, aber jetzt droht er, zur Hintergrundmusik zu werden“, heißt es weiter. Bundestrainer Julian Nagelsmann begrüßte die neue Regelung hingegen. Die Nationalelf startete mit einem Ergebnis von 7:1 in den Wettbewerb und wird als Nächstes gegen die Elfenbeinküste spielen.

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