Fußball-WM 2026: Diese Verbote sollten Fans kennen

Wer zur Fußball-WM 2026 in Nordamerika mitfiebern möchte, sollte nicht nur Reisegepäck und Dokumente genau prüfen. Gerade in Bezug auf Alkohol und Tabak gelten in den Gastgeberländern – Kanada, Mexiko und den USA – strenge Regeln.
Fußball-WM 2026: Diese Verbote sollten Fans kennen
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Die Fußball-WM der Männer startet in wenigen Tagen, die 2026 von Kanada, Mexiko und den USA ausgerichtet wird. Trotz der teils weiten Anreise und mitunter horrender Ticketpreise wird mit vielen internationalen Besucherinnen und Besuchern gerechnet. Allerdings sollten Fußball-Fans unbedingt einige Regelungen und Verbote kennen.

Regelungen zur Einreise in Kanada, Mexiko und den USA

Der erste Punkt, an dem das bereits relevant wird, ist die Einreise. Denn für alle drei Länder, in denen die Fußball-WM 2026 stattfindet, gelten unterschiedliche, aber teilweise strikte Bedingungen. Deshalb wird Fans, die zu einem der Austragungsorte reisen, nahegelegt, einen genauen Blick auf die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu werfen.

Kanada: Für die Einreise nach Kanada braucht man eine elektronische Reisegenehmigung (Electronic Travel Authorization, kurz: eTA). Diese kostet circa 5 Euro und kann über die offizielle Website der kanadischen Regierung beantragt werden. Von privaten Anbietern wird explizit abgeraten. Ab Ausstellung ist eine eTA fünf Jahre gültig.

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Mexiko: Für Mexiko braucht man als Person aus Deutschland wiederum kein spezielles Visum; ein regulärer oder auch ein vorläufiger Reisepass reichen aus. Nach der automatisierten Passkontrolle an großen Flughäfen erhalten Reisende dann ein entsprechendes Einreisedokument. Bei kleineren Einrichtungen muss man die Dokumente bei der Ankunft selbst ausfüllen.

USA: Deutsche Staatsbürgerinnen und -bürger benötigen für die Einreise in die USA eine sogenannte ESTA-Genehmigung; das steht für Electronic System for Travel Authorization. Diese kann online für etwa 40 Dollar (circa 35 Euro) beantragt werden und gilt dann für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen. Es wird empfohlen, den Antrag so früh wie möglich und mindestens drei Tage vor Abreise einzureichen.

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Wer zudem in den vergangenen Jahren in bestimmte Länder wie Iran, Nordkorea oder Kuba gereist ist, muss ein normales Visum beantragen und ist von der ESTA ausgeschlossen. Dieses Visum kann unter Umständen auch nicht bewilligt werden. Zudem dauert die Bearbeitung länger, auch wenn Ticketinhaberinnen und -inhaber mit Blick auf die Fußball-WM bevorzugt behandelt werden.

Fußball liegt neben Flaggen der Austragungsländer 2026 (USA, Mexiko und Kanada)
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Fußball-Fans müssen vor allem bei USA-Einreise vorsichtig sein

Gerade für die USA könnten darüber hinaus strenge Kontrollen bei der Einreise auf die Fußball-Fans zukommen. Organisationen wie Amnesty International warnen sogar vor der Einwanderungspolitik unter dem aktuellen US-Präsidenten Donald Trump. Bei wem sich etwa bei der standardmäßigen Passkontrolle und Befragung Unregelmäßigkeiten auftun, der landet in der Secondary Inspection. Laut Statistik war das im Jahr 2025 bei etwa drei Prozent der Reisenden der Fall.

Dabei wird dann das Gepäck durchsucht und es werden detaillierte Befragungen durchgeführt. Dabei kann es beispielsweise um den Grund der Reise, Kontakte in den USA oder auch die persönlichen Finanzen gehen. Zudem sollte man unbedingt beachten, dass es den Beamtinnen und Beamten in den Vereinigten Staaten gestattet ist, Handys und Laptops zu durchsuchen – auch ohne richterlichen Beschluss oder einen handfesten Verdacht.

Wer bei solchen Durchsuchungen nicht kooperiert, riskiert, nicht ins Land gelassen zu werden. Das Auswärtige Amt weist deshalb mit Blick auf die bevorstehende Fußball-WM bereits seit Wochen darauf hin, dass „Vorstrafen in den USA, falsche Angaben zum Aufenthaltszweck oder eine auch nur geringfügige Überschreitung der Aufenthaltsdauer“ zu einer Verweigerung der Einreise führen können. Im schlimmsten Fall droht sogar Abschiebehaft.

Auch interessant: Der große Guide zur Fußball-WM – Wo man welche Spiele sehen kann

Wichtige Verbote für Fußball-Fans in den Gastgeberländern

Auch wenn Fußball-Weltmeisterschaft ist, bedeutet das nicht, dass für Fans andere Regeln in den jeweiligen Ländern gelten. So sollte reisenden Fans unter anderem bewusst sein, dass teilweise andere Regeln für Alkoholkonsum gelten; in den USA ist das beispielsweise erst ab 21 erlaubt. Zudem ist Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit generell nicht gern gesehen und in vielen Bundesstaaten sogar verboten. Für Fahrneulinge (unter 21 Jahren) gilt zudem vielerorts nicht die übliche 0,8-Promille-Grenze, sondern ein komplettes Verbot.

Auch Kanada hat strenge Regeln in Bezug auf Alkohol. So ist es grundsätzlich verboten, Alkohol abseits von extra dafür ausgewiesenen öffentlichen Plätzen zu konsumieren. Die gesetzliche Promillegrenze liegt bei 0,8, in einigen Provinzen aber auch schon bei 0,5 (gilt auch für E-Scooter und Fahrräder) und auch für Handys am Steuer gibt es teilweise hohe Strafen.

Mexiko wiederum hat strenge Regeln in Bezug auf Tabak; E-Zigaretten sind grundsätzlich verboten. Dort ist ebenfalls der öffentliche Konsum von Alkohol sowie das Urinieren an öffentlichen Plätzen verboten und kann mit Geldstrafe oder sogar mit Gefängnis geahndet werden.

Deutsche Fußballfans zur EM 2024
picture alliance

Regeln für Public Viewing in Deutschland

Übrigens müssen Fußball-Fans auch in Deutschland mit Blick auf Public Viewing Vorsicht walten lassen. Denn aufgrund der Zeitverschiebung kommt es teilweise zu sehr späten Anstoßzeiten bei Partien. Zwar hat die Bundesregierung eine befristete Lockerung des Lärmschutzes beschlossen, die öffentliche Übertragungen nach 22 Uhr grundsätzlich ermöglicht.

Allerdings muss jede Veranstaltung dennoch genehmigt werden und es gibt keinen grundsätzlichen Anspruch auf Public Viewing zur Fußball-WM. Im Zweifelsfall liegt die Entscheidung bei der zuständigen Kommune. Fans sind dazu angehalten, Rücksicht auf die jeweilige Nachbarschaft zu nehmen und sich auch in der Lautstärke angemessen zu verhalten.

Die ARAG warnt in diesem Zusammenhang auch explizit vor Wildpinkeln. Wer erwischt wird, muss teilweise mit einem hohen Bußgeld rechnen.