Die Fußball-WM 2026 ging bereits am vergangenen Sonntag zu Ende. Spanien wurde Weltmeister, während Lionel Messi mit der argentinischen Nationalmannschaft den zweiten Platz belegte. Doch kürzlich meldete sich ein Expertengremium zu Wort und erklärte, dass es Hinweise auf Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Wetten gegeben habe.
Zwar betonte die FIFA mehrfach, dass auch abseits des Platzes alles mit rechten Dingen zugegangen ist, doch das Netzwerk „Group of Copenhagen“ heizte die Diskussion weiter an. Insgesamt sieben Verdachtsmomente wurden registriert. Es handelte sich allerdings nur um sogenannte gelbe Hinweise. Die Nachprüfungen haben keine tatsächlichen Verstöße aufdecken können.

„Gelbe Hinweise“ während der WM registriert: Doch die FIFA schweigt
Die gelben Hinweise werden ausgesprochen, wenn es lediglich erste Anhaltspunkte für mögliche Unregelmäßigkeiten gibt. Die Einordnung hat anschließend eine genauere Prüfung zur Folge. Wie die Group of Copenhagen erklärte, habe die Ausweitung der WM auf 48 Nationen „verstärkte Überwachungsmaßnahmen“ erfordert. Das Überwachungsnetzwerk wurde vom Europarat zur Bekämpfung von Spielmanipulationen gegründet und kooperierte mit der FIFA-Integritätsarbeitsgruppe.
Der Verband verschwieg die Warnhinweise allerdings und erklärte stattdessen lediglich, dass es keinerlei verdächtige Wettaktivitäten gegeben habe. Am Dienstag hieß es in einem offiziellen Statement, man habe „weder verdächtige Wettaktivitäten noch Anzeichen für Spielmanipulationen im Zusammenhang mit irgendeiner Partie“ registriert. Ein gelber Hinweis führt zu routinemäßigen Nachprüfungen. Die Analysen haben zwar keine Verstöße aufdecken können, da die FIFA die Hinweise selbst aber nicht erwähnte, wächst der Druck auf den Verband weiter. Im Jahr 2030 wird die nächste WM folgen, an der auch weiterhin 48 Mannschaften teilnehmen sollen.
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Die Group of Copenhagen erklärte außerdem, dass zum ersten Mal auch eine kontinuierliche Überwachung von Prognosemärkten durchgeführt worden sei. „Diese Märkte stellen neue Herausforderungen für die Integrität dar, da sie es Nutzern ermöglichen, auf eine Vielzahl von Ereignissen zu wetten – oft anonym und unter Verwendung schwer nachverfolgbarer Zahlungsmethoden“, hieß es. Bei der kommenden Weltmeisterschaft müssen die Experten demnach noch genauer hinschauen.

